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Rachel wurde in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert.

Während sie mit ihrem Mann telefonierte

Hochschwangere Frau mit Messer angegriffen

El Paso - Es ist wie eine schreckliche Szene wie aus einem Thriller: Während er mit ihr telefoniert, wird die hochschwangere Frau eines US-Soldaten im eigenen Haus Opfer einer brutalen Messer-Attacke.

Die hochschwangere Rachel stellte dieses Selbstporträt auf Facebook.

Justin Poole saß am vergangenen Mittwoch auf seinem Zimmer in einer Kaserne der US-Armee in Vorderasien, Tausende Meilen entfernt von seiner Frau Rachel im heimatlichen El Paso (US-Bundsstaat Texas). Der Soldat ließ keinen Abend aus, um über Internet mit Rachel zu telefonieren. Und zu besprechen hatten die beiden viel, denn die 31-Jährige war im neunten Monat schwanger, nur eine Woche später sollte ihre gemeinsame Tochter Isabella auf die Welt kommen.

Plötzlich hört Poole am anderen Ende der Leitung seine Frau schreien. Ein Mann ist in das Haus eingebrochen und greift die werdende Mutter mit einem Messer an. Rachel versucht, das Kind in ihrem Bauch zu schützen und wehrt sich verzweifelt gegen den Jugendlichen, den sie wiedererkennt: Es ist ein junger US-Soldat, der auf einer Militärbasis in El Paso stationiert ist und der ihrem Mann noch Geld für eine Autoreparatur schuldet. Sie schreit den Namen des 19-Jährigen: Corey.

Poole, der zum Ohrenzeugen der brutalen Attacke wird, hört das - doch beschützen kann er seine Frau nicht. Der Angreifer sticht mehrere Male auf das Gesicht und den Körper der Hochschwangeren ein, berichtet die Los Angeles Times. Schließlich lässt der Messerstecher von der am Boden liegenden Frau ab und flüchtet. Heftig blutend gelingt es Rachel, den Notruf zu wählen. In äußerst kritischem Zustand wird sie in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort stellen die Ärzte laut ABC News mehrere Knochenbrüche fest, ein Wirbel ist verzogen, ein Lungenflügel kollabiert, auf dem linken Auge ist sie blind. Mit dem Kind im Bauch können die Ärzte die massiven Verletzungen nicht richtig versorgen, deshalb bekommt die 31-Jährige erst einmal starke Schmerzmittel.

Der stolze Vater beugt sich über Isabella, die per Kaiserschnitt auf die Welt kam.

Justin alarmiert die Polizei der texanischen Militärbasis und sorgt dafür, dass der Mann festgenommen wird, der seine Frau beinahe umgebracht hat. Ausser sich vor Sorge um Frau und Kind reicht Justin ein Urlaubsgesuch ein und landet am Freitag in Texas - gerade rechtzeitig, um bei der Geburt seiner Tochter dabei zu sein, denn einen Tag später kommt Isabella per Kaiserschnitt auf die Welt. Wie durch ein Wunder war ihr bei der Messer-Attacke nichts passiert - doch wegen Rachels starken Medikamenten befindet auch sie sich in einem kritischen Zustand. 

Menschen aus der ganzen Welt, die von der schrecklichen Geschichte erfahren haben, wünschen Poole und seiner Familie per Facebook alles Gute und viel Kraft, beten für sie. Ein paar gehen noch einen Schritt weiter, etwa Brett Lively. Der ehemalige Army-Zimmergenosse von Poole hat einen Online-Spendenfond eingerichtet. Das gesammelte Geld soll vorrangig helfen, die Arztrechnungen zu bezahlen, die jetzt auf die kleine Familie zukommen. Und die Idee ist erfolgreich: Die ursprünglich angestrebte Zielsumme von 5000 Dollar wurde bereits nach einem Tag um knapp das Doppelte übertroffen.

Auf einer eigens eingerichteten Facebook-Seite hält Poole seine Freunde und Familie auf dem neuesten Stand darüber, wie es Rachel und dem Baby geht. Offensichtlich haben die Ärzte neue Hoffnung geschöpft, das schwer verletzte Auge der frisch gebackenen Mutter doch noch retten zu können.
Der brutale Täter aber muss sich wegen versuchten Mordes verantworten.
hn

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