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Nik Wallenda überquerte im Jahr 2013 bereits den Grand Canyon.

Neues spektakuläres Projekt

Hochseilartist Wallenda will auf Riesenrad spazieren

New York - Es klingt nicht so spektakulär wie Grand Canyon oder Niagarafälle, aber aufregend wird es bestimmt: Nik Wallenda will wieder einmal hoch hinaus, aber diesmal auf ein Riesenrad.

Hochseilartist Nik Wallenda will seine nächste Vorstellung nicht auf einem Drahtseil, sondern auf einem Riesenrad geben. Der 36-Jährige will Ende April auf dem „Orlando Eye“ in Florida laufen. „Das ist eine völlig neue Herausforderung für mich und ich freue mich sehr“, sagte er am Montag in New York. Er war mit der Überquerung der Niagarafälle und eines Teils des Grand Canyons auf dem Drahtseil bekanntgeworden und hatte zuletzt im November in Chicago Tausende Menschen begeistert.

Wallenda will auf dem 120 Meter hohen Riesenrad, das demnächst in Betrieb geht, ganz oben aus der Gondel klettern, eine Weile auf dem rotierenden Rad gehen und dann wieder in eine andere Gondel einsteigen. „Dem Tod ins Auge zu blicken gehört zu meinem Leben. Ich freue mich auf die Herausforderung, aber Angst habe ich nicht.“

Eine Balancierstange werde er nicht verwenden können. „Was mich mehr beunruhigt ist, dass es nicht „mein“ Rad ist. Ich verspanne meine Seile zusammen mit meinem Vater selbst, aber hier ist es dieses fremde Rad, was sich auch noch bewegt. Nicht ich bestimme also das Tempo, sondern ich muss mich bestimmen lassen.“ Trotzdem glaube er: „Das wird ein Riesenspaß.“

Wallenda gilt als einer der bekanntesten Hochseilartisten der Welt. Zuletzt hatte er im November in Chicago gleich zwei Drahtseilakte hintereinander bewältigt: Er spazierte mit verbundenen Augen zwischen zwei Wolkenkratzern und ging zu einem anderen Hochhaus bergauf über ein diagonal nach oben gespanntes Seil. Der jetzige Lauf in Florida soll am 29. April stattfinden.

Nur wenige Stunden zuvor war Wallendas Onkel Mario gestorben. „Es ist ein trauriger Tag“, sagte Nik Wallenda dazu in New York. Der Adoptivsohn des 1978 tödlich verunglückten Patriarchen Karl Wallenda, war 21 Jahre alt, als er 1962 in einen der spektakulärsten Unfälle in der Geschichte der Hochseilartistik verwickelt war. Er war Teil einer aufsehenerregenden Sieben-Mann-Pyramide, die jedoch bei einer Vorstellung in Detroit abstürzte. Zwei Künstler starben, Mario war seitdem gelähmt. Erst am 3. April war Marios Schwester Jenny mit 87 gestorben.

dpa

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