Hochwasser: Erste Überflutungen nach Tauwetter

Offenbach - Hochwasseralarm in Teilen Deutschlands: Erste Flüsse sind wegen des Tauwetters über die Ufer getreten. Experten warnen nun vor Unwettern.

Das Tauwetter hat in Deutschland die ersten Flüsse über die Ufer treten lassen. Die Wasserstände sollen vielerorts weiter steigen. Vor allem Rhein und Mosel werden Experten zufolge in den kommenden

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Tagen immer mehr anschwellen, dort ist mit größeren Überflutungen zu rechnen. An der Mosel und an kleineren Rheinzuflüssen in Rheinland-Pfalz gab es bereits erste Überflutungen: Keller liefen voll, Straßen mussten gesperrt werden.

Auch an der Oder in Brandenburg gab es am Freitag zunächst leicht gestiegene Pegelstände, für den Tagesverlauf wurde aber mit einem Rückgang gerechnet. Dort waren wieder Eisbrecher im Einsatz, damit das Wasser schneller in die Ostsee abfließen kann.

Hochwasser: Kampf gegen die Fluten

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Auch vom Neckar und anderen Flüssen wurden steigende Wasserstände gemeldet. In Teilen Hessens gab es am Freitag ebenfalls Überschwemmungen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach gab eine Unwetterwarnung heraus. Ein Sprecher sagte: “Die Temperatur steigt weiter an, so dass sich das teils unwetterartige Tauwetter fortsetzt.“

In Rheinland-Pfalz traten kleinere Flüsse wie der Glan und der Kuselbach stellenweise über die Ufer und überfluteten Ortsteile. Betroffen waren unter anderem die Orte Odenbach und Rammelsbach - von dort wurden überflutete Straßen und vollgelaufene Keller gemeldet. “Es war schon beängstigend“, sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenglan, Klaus Jung, zu der Rammelsbach gehört. In Odenbach erreichte der Glan einen Stand von über fünf Metern - vor ein paar Tagen war er noch bei 1,50 Meter gelegen.

An der Mosel, wo es ebenfalls erste überflutete Straßen gab, und am Rhein werden in den kommenden Tagen die Höchststände erwartet. In Mainz könnte der Rhein nach Angaben des Meldezentrums am Montag auf über sechs Meter steigen. In Koblenz, wo in diesem Jahr die Bundesgartenschau stattfindet, sei für Montag ein Ansteigen des Wassers in den Bereich von 7,50 bis 8 Meter “nicht auszuschließen“. Bei rund 7,20 Metern wird das Deutsche Eck überflutet. Bei den großen Hochwassern 1993 und 1995 hatte der Wasserstand in der Stadt sogar die 9-Meter-Marke überschritten.

Unterhalb der Moselmündung sei mit einem raschen Anstieg der Wasserstände am Rhein zu rechnen, so das Hochwassermeldezentrum. So sei am Montag in Köln mit einem Anstieg des Wassers auf mehr als 9 Meter zu rechnen. In Trier stieg der Mosel-Pegel am Freitagmorgen auf 7,91 Meter. Für Samstagabend rechnen die Experten nach eigenen Angaben damit, dass die kritische Marke von neun Metern überschritten wird. Der erwartete Höchststand könnte am Sonntag mit knapp über neun Metern erreicht werden.

dpa

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