+
Nach starken Regenfällen ist es in Freiburg und im Schwarzwald zu Überflutungen gekommen. Foto: Patrick Seeger

Neunjähriger von Hochwasser in Südbaden mitgerissen

Ein Neunjähriger wird beim Spielen an einem Bach vom Hochwasser mitgerissen. Die Polizei sucht stundenlang vergeblich mit einem Großaufgebot nach dem Kind.

Freiburg (dpa) - Ein neun Jahre alter Junge ist im baden-württembergischen Kandern vom Hochwasser mitgerissen worden. Rund 300 Einsatzkräfte aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz suchten bis zum Abend erfolglos nach dem Kind, wie ein Polizeisprecher sagte.

Der Junge habe zusammen mit weiteren Kindern an einem Bach gespielt. Dabei sei er ins Wasser gefallen und sofort abgetrieben. Starker Regen hatte in Südbaden stellenweise für Hochwasser gesorgt.

Die Suche nach dem Jungen wurde am Abend weitgehend eingestellt, nur einige wenige Teams setzten die Arbeit fort. Die Polizei hatte bis dahin stundenlang mit hunderten Einsatzkräften nach dem Kind gesucht - "unermüdlich und teilweise bis zur Erschöpfung", teilten die Beamten mit. Am Morgen soll die Suche wieder ausgeweitet werden.

Auf dem Fluss Alb bei Albbruck kenterte ein Kanufahrer und verletzte sich lebensgefährlich. Der Mann war nach Polizeiangaben mit einer Gruppe weiterer Kanufahrer im Hochwasser unterwegs. Mitfahrer konnten ihn aus dem Fluss ziehen. Ein Rettungshubschrauber brachte den Mann in ein Krankenhaus.

Ein weiterer Kanufahrer, der auf dem Fluss Dreisam in Freiburg kenterte, konnte sich einige Hundert Meter flussabwärts selbst ans Ufer retten. Der Mann sei trotz zahlreicher Sperrungen und Warnhinweise unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit.

In Freiburg liefen nach Angaben der Feuerwehr Keller, Unterführungen und Tiefgaragen voll. Die Dreisam habe in der Nacht den Hochwassermeldewert von 1,20 Metern erreicht, am Mittag habe der Pegel bei 1,63 Metern gelegen. In Rheinfelden und Grenzach-Wyhlen seien Straßen überflutet worden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Steine des Kölner Doms sollen vor Lkw-Anschlägen schützen
Große Steine vom Dom sollen den Platz am Kölner Wahrzeichen vor Terroranschlägen mit Lastwagen schützen.
Steine des Kölner Doms sollen vor Lkw-Anschlägen schützen
Kreta: Deutsche Schatzsucher landen im Gefängnis
Zwei deutsche Segler sind auf Kreta festgenommen worden. Die Frau und der Mann hatten alte Tonscherben an Bord.  
Kreta: Deutsche Schatzsucher landen im Gefängnis
44 Verletzte bei Busunfall im Landkreis Osnabrück
Bei einem Busunfall im Landkreis Osnabrück sind am Mittwoch nach vorläufigen Angaben 44 Menschen verletzt worden, davon sechs schwer.
44 Verletzte bei Busunfall im Landkreis Osnabrück
Rettungswagen verunglückt - Patient stirbt
Bei dem Zusammenstoß eines Rettungswagens im Einsatz mit einem Auto ist ein Patient gestorben.
Rettungswagen verunglückt - Patient stirbt

Kommentare