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Ein Überlebender der Taifun-Katastrophe auf den Philippinen stellt ein Danksagungsschild auf.

Hochwasser und Taifun

Deutsche spenden 2013 Rekordsumme

Berlin - Mit dem Sommerhochwasser in Deutschland und dem Taifun auf den Philippinen gab es 2013 gleich zwei Ereignisse, die die Geldbörsen der Deutschen öffnen ließen.

Die Deutschen spenden immer mehr Geld: Für das Jahr 2013 errechnete der Deutsche Spendenrat die Rekordsumme von 4,7 Milliarden Euro. Das waren rund 500 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Gebefreudigkeit lag damit sogar noch höher als im Tsunami-Jahr 2005, das mit 4,6 Milliarden Euro die höchste Spendensumme der vergangenen neun Jahre erbracht hatte.

Viele Spenden seien vor allem nach dem Sommerhochwasser in Deutschland und nach dem Taifun auf den Philippinen geflossen, teilte der Spendenrat am Mittwoch in seiner Jahresbilanz mit. 2012 hatte das Spendenvolumen nach den Statistiken des Spendenrats bei rund 4,2 Milliarden Euro gelegen, 2010 und 2011 waren es jeweils rund 4,3 Milliarden Euro.

Doch nicht alle Bundesbürger spenden Geld. Mehr als ein Drittel engagieren sich nach der Analyse des Spendenrats ehrenamtlich (38 Prozent) - das sei insgesamt ein Plus von einem Prozent. Mehr Engagement als "Zeitspender" als früher zeigten dabei vor allem Menschen unter 40. Hier gab es einen Zuwachs um drei Prozent.

Bei den Geldspenden stand die humanitäre Hilfe für die Deutschen 2013 an oberster Stelle - ein Plus von 522 Millionen im Vergleich zu 2012. In den vergangenen Jahren war es immer typisch, dass bei großen Naturkatastrophen auch mehr gespendet wird - vor allem, wenn ausführlich in den Medien darüber berichtet wird. Ein Beispiel dafür war auch das Erdbeben auf Haiti im Jahr 2010.

Für die Opfer des Taifuns auf den Philippinen überwiesen die Deutschen allein im November und Dezember 2013 rund 365 Millionen Euro. Die hohe Summe ist vor allem auf neue Geber und höhere Summen etablierter Spender zurückzuführen. Für die Flutopfer in Deutschland kamen 265 Millionen Euro zusammen.

Etwas weniger Geld bekamen dafür Projekte aus dem Umwelt- und Naturschutz und dem Tierschutz - in diesem Bereich gingen die Spenden um 20 Millionen Euro zurück.

Rund ein Drittel der Deutschen (34 Prozent) spendete 2013 an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen. Das waren rund vier Prozent mehr Helfer als im Vorjahr, insgesamt rund 23 Millionen Menschen. Durchschnittlich gab jeder Spender rund 33 Euro aus, 4 Euro mehr als 2012, wie die Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrats, Daniela Felser, berichtete. Am Großzügigsten zeigten sich mit mehr als 250 Euro Spenden pro Jahr Menschen über 60.

Der Spendenrat ist ein gemeinnütziger Dachverband, in dem sich 68 gemeinnützige Organisationen zusammengeschlossen haben.

dpa

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