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Hochwasserlage in Deutschland und Polen weiterhin angespannt

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- Hamburg - Die Lage in den Hochwassergebieten in Deutschland und Polen bleibt angespannt. Dresden meldete am Sonntagmorgen einen Wasserstand der Elbe von 5,77 Meter und damit gut einen Meter mehr als am Vortag. Das Terrassenufer musste bereits für den Verkehr gesperrt werden.

Im Südosten Polens richteten die Wassermengen immer schwerere Zerstörungen an. Allein in der Region Podkarpatien standen mehr als 10 000 Hektar Land unter Wasser, sagte ein Sprecher des Krisenzentrums. In Niederschlesien sind zwei Jungen vermutlich ertrunken. In Bayern hingegen hat sich die Situation trotz anhaltenden Tauwetters ein wenig entspannt. Auch aus Niederösterreich gab es am Sonntag Entwarnung.

Dresden rechnete im Tagesverlauf mit einem Hochwasserwert um sechs Meter. «Er steigt aber nicht so rasant, wie zunächst angenommen», sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Umwelt. Mit bis zu 6,20 Metern war gerechnet worden. Das Terrassenufer unterhalb der historischen Dresdner Altstadt war bereits wegen Überflutung für den Fahrzeugverkehr gesperrt worden. An der Elbe in Schöna nahe der Grenze zu Tschechien wurde die Alarmstufe drei ausgerufen. Der Fluss stieg dort auf 6,17 Meter.

In der polnischen Region Podkarpatien drang das Wasser in mehr als 1200 Gebäude ein, Dutzende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, um sich vor der Flut in Sicherheit zu bringen. In den anderen Hochwassergebieten Polens dagegen stabilisierte sich die Lage etwas, in Masuren sanken die Pegelstände leicht. Die Feuerwehr stellte in Niederschlesien die Suche nach zwei Jungen im Alter von 13 und 18 Jahren ein, die von einem Fluss erfasst und mitgerissen worden waren. Angesichts der Strömung und der niedrigen Temperatur hätten sie keine Überlebenschancen, sagte ein Sprecher.

Der Wasserstand der Zuflüsse von Main und Donau sinke, teilte das Bayerische Landesamt für Wasserwirtschaft am Sonntag mit. Auch im Raum Traunstein, für den eine Unwetterwarnung herausgegeben worden war, blieb es ruhig. Gefährlich ist dagegen die Lage in den Alpen. Dort lösten Regenfälle und Plusgrade am Samstag zahlreiche Lawinen aus. Auf österreichischer Seite der Donau gab es geringfügige Überflutungen. Nach Angaben des Hydrographischen Dienstes zeigten die Wasserstände bereits wieder fallende Tendenz.

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