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Das Höhenforschungsflugzeug HALO ist zu seiner ersten Mission gestartet

"HALO" startet zu erster Mission

Oberpfaffenhofen - Das deutsche Höhenforschungsflugzeug HALO ist nach jahrelanger Vorbereitung zu seiner ersten Mission aufgebrochen.

Am Montag startete der Hightech-Jet vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München unter den Augen zahlreicher Wissenschaftler in den Himmel.

Der umgebaute Business-Flieger soll unter anderem den Klimawandel und Wetterextreme untersuchen. Er kann auf eine Höhe von mehr als 15 Kilometern steigen und hat eine Reichweite von 8000 Kilometern. Dies ermöglicht Missionen in bisher nicht direkt erreichbare Regionen über den Ozeanen oder an den Polen. Der Forschungsjet sei weltweit einmalig und eröffne neue Perspektiven für die Wissenschaft, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) bei dem Festakt.

„HALO ermöglicht es den beteiligten Forschern neue Daten über die Zusammensetzung der Atmosphäre zu sammeln. Damit leistet das Höhenflugzeug einen wichtigen Beitrag zur Klimaforschung in Deutschland“, sagte Schavan. „Ich freue mich, dass wir mit HALO die Möglichkeiten der flugzeuggetragenen Forschung erweitern und damit einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis unseres Planeten leisten können“, sagte DLR-Vorstandschef Johann-Dietrich Wörner.

Mit seinen größeren Kapazitäten übertrifft HALO seinen Vorgänger Falcon 20E bei weitem. Falcon war unter anderem im Jahr 2010 nach dem Ausbruch des isländischen Eyjafjallajökull unterwegs, um die Vulkanasche-Schicht über Europa zu vermessen - wegen der Aschewolke waren damals zahlreiche Flüge ausgefallen.

HALO soll nun bei seiner ersten Mission in der Tropopausenregion in 6 bis 18 Kilometern Höhe die chemische Zusammensetzung messen. Die Tropopausenregion ist ein besonders relevanter Bereich für den Strahlungshaushalt der Atmosphäre und damit für das Klima.

Das Flugzeug hat für unterschiedliche Untersuchungen zahlreiche Lufteinlässe für Messinstrumente. Zudem verfügt es über spezielle optische Fenster für Fernerkundungsmessgeräte. Unter dem Rumpf und unter den Tragflächen können zusätzlich Behälter für wissenschaftliche Instrumente angebracht werden. Schon während des Fluges können die Wissenschaftler bereits Informationen über die Atmosphäre erhalten.

Die Entwicklung von HALO wurde aus Mitteln des Ministeriums, des Freistaates Bayern, der Max-Planck-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren sowie der Forschungszentren Jülich und Karlsruhe und des DLR finanziert. Das Ministerium trägt rund 48 Millionen Euro der Gesamtkosten von etwa 74 Millionen Euro.

dpa

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