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Ein Streifenwagen fährt vor dem sogenannten "Horror-Haus" in Höxter vorbei. Foto: Marcel Kusch

Kripobeamte im Zeugenstand

Fall Höxter: Angeklagter stellte sich als unschuldig dar

Paderborn (dpa) - Der wegen tödlicher Misshandlungen im sogenannten Horrorhaus von Höxter angeklagte Wilfried W. (46) hat sich einem Polizisten zufolge nach der Festnahme als unschuldig dargestellt.

Der Verdächtige habe bereits im Auto ohne gefragt zu werden seine Sicht der Dinge geschildert, sagte ein 55 Jahre alter Kripobeamter als Zeuge vor dem Landgericht Paderborn.

"Er schien vorbereitet und war ruhig und kooperativ", sagte der Ermittler des Polizeipräsidiums Bielefeld über die Festnahme und die ersten Verhöre des Verdächtigen. Dann aber sei Wilfried W. immer unruhiger geworden. "Bei Nachfragen konnte er keine Antworten liefern und verwickelte sich in Widersprüche." Der Angeklagte sei daraufhin sichtbar nervös geworden, habe mit den Augen geklimpert und seine Hände geknetet.

Über Jahre hinweg sollen Wilfried W. und seine Ex-Frau Angelika W. (48) mehrere Frauen in ihr Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen starben infolge der Quälereien. Wilfried W. und Angelika W. sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt.

dpa

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