Mexiko-Unwetter

Hoffnung für Touristen in Acapulco

Mexiko - Für die im mexikanischen Acapulco festsitzenden Touristen hat der Albtraum bald ein Ende. Die Behörden öffneten am Freitag einen Teil der wichtigsten Schnellstraße wieder für den Verkehr.

Daraufhin machten sich tausende Menschen in Bussen und Autos auf den Weg aus der Stadt. In dem von schweren Unwettern und einem heftigen Erdrutsch betroffenen Bergdorf La Pintada dauerten die kräftezehrenden Bergungsarbeiten an.

Der "Sun Highway" nach Mexiko-Stadt sei wieder in Betrieb, teilte das Verkehrsministerium im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Vor rund einer Woche waren die Zufahrtsstraßen zu dem Badeort infolge von Tropenstürmen überschwemmt oder durch Erdrutsche blockiert worden. Seit dem Wochenende saßen zunächst rund 40.000 Touristen in Hotels und Notunterkünften fest. Die Pazifik-Stadt war fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Bis Donnerstagabend wurden rund 15.000 Urlauber ausgeflogen.

Nun erlaubten die Behörden den Touristen am Freitag, in Gruppen von jeweils rund 50 Autos den Ort zu verlassen, um kein allzu großes Verkehrschaos zu provozieren. In einigen Teilen war nur eine Fahrbahn geöffnet. Die Fahrt könne statt der üblichen rund vier Stunden bis zu zehn Stunden dauern, hieß es. "Gott sei Dank geht es uns gut und wir können abreisen", sagte dazu Imelda Cuéllar, die mit sieben Familienangehörigen die Rückreise antrat, "auch wenn viel Verkehr ist". In mehr als hundert Bussen verließen zudem am Freitag auch 4000 weitere Touristen den Ort.

So wüten die Tropenstürme in Mexiko

Bilder: So wüten die Tropenstürme in Mexiko

In La Pintada im Südwesten des Landes waren Soldaten und Polizisten unterdessen weiter im Einsatz, um nach Vermissten nach einem verheerenden Erdrutsch zu suchen. Teils nur mit Spitzhacken und Schaufeln ausgerüstet gruben sie sich durch tonnenweise Schlamm. Zwei Leichen seien geborgen worden, sagte Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong. Vor Ort hieß es, Bewohner hätten in den vergangenen Tagen schon mindestens 15 Tote aus dem Schlamm gezogen. Dutzende Menschen blieben weiter vermisst.

Mexiko hat seit Tagen mit Stürmen, Überschwemmungen und Erdrutschen zu kämpfen. Am vergangenen Wochenende hatte zunächst der Tropensturm "Manuel" die südliche Pazifikküste des Landes erreicht. Wenig später wütete der Tropensturm "Ingrid" an der Golfküste im Osten. "Manuel" wurde zwischenzeitlich zu einem Hurrikan heraufgestuft und erreichte den nordwestlichen Bundesstaat Sinaloa. Am Freitag löste er sich schließlich auf.

Die Stürme hinterließen eine Schneise der Verwüstung und eine verheerende Bilanz: Mindestens 101 Menschen wurden nach neuen offiziellen Angaben durch Erdrutsche und Überschwemmungen getötet. Mindestens 68 Menschen wurden weiter vermisst. Landesweit wurden rund 35.000 Häuser zerstört und 50.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Seit Donnerstagabend (Ortszeit) fehlte außerdem jede Spur eine Helikopters, der Flutopfer aus La Pintada ausgeflogen hatte.

afp

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