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Kommilitonen, Lehrer und Angehörige marschieren mit Plakaten der vermissten Studenten für deren Rückkehr.

Mexikos Regierung handelt

Verschleppte Studenten: Hohe Belohnung ausgesetzt

Mexiko-Stadt - Auf der Suche nach Dutzenden vermissten Studenten in Mexiko hat die Regierung eine hohe Belohnung ausgelobt. Außerdem sollen nun Bundesagenten ermitteln, da in Guerrero Dorfpolizisten und Gangster offenbar Hand in Hand arbeiten.

Für Hinweise auf den Aufenthaltsort der 43 jungen Leute verspricht die Generalstaatsanwaltschaft in jedem Einzelfall bis zu 1,5 Millionen Pesos (etwa 87 000 Euro). Am Montag veröffentlichte die Regierung große Anzeigen mit den Fotos der Vermissten in mehreren Tageszeitungen. Die Regierung des Bundesstaats Guerrero hatte bereits zuvor eine Belohnung von einer Million Pesos (etwa 58 000 Euro) ausgelobt.

Die Studenten sollen am 26. September nach Auseinandersetzungen in der Stadt Iguala von der örtlichen Polizei verschleppt worden und laut Zeugenaussagen der kriminellen Organisation „Guerreros Unidos“ übergeben worden sein. Bei in mehreren Massengräbern entdeckten Leichen handelt es sich nicht um die Vermissten. Rund 300 Bundespolizisten sind in der Region auf der Suche nach den Studenten.

Das mutmaßliche Verbrechen beschmutze die Anstrengungen seiner Regierung im Kampf gegen die organisierte Kriminalität, sagte Präsident Enrique Peña Nieto am Montag. Tatsächlich hat sich die Sicherheitslage in Mexiko seit seinem Amtsantritt Ende 2012 allerdings nicht wesentlich verbessert. Zuletzt hatten sich die Europäische Union, die Vereinten Nationen und die USA besorgt über die Menschenrechtssituation im Land gezeigt.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die engen Kontakte zwischen Behörden und Verbrecherbanden in vielen Teilen des Landes. Auch die Regierung traut offenbar ihren Vertretern in den Provinzen immer weniger. Am Wochenende übernahm die Bundespolizei die Kontrolle über zwölf Ortschaften in Guerrero und eine weitere im Bundesstaat México.

Die örtlichen Polizisten wurden entwaffnet und zur Überprüfung in eine Kaserne in Tlaxcala gebracht. Es gebe Hinweise, dass die lokalen Sicherheitskräfte von kriminellen Banden unterwandert worden seien, sagte der Nationale Sicherheitsbeauftragte Monte Alejandro Rubido.

dpa

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