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Ein Polizist untersucht einen gesprengten Fahrkartenautomaten der Bahn

Täter müssen hinter Gitter

Hohe Haftstrafen für gesprengte Automaten

Fulda - Kleine Beute, riesen Schaden: Als eine Bande Fahrkartenautomaten sprengte, flogen zentnerschwere Türen bis zu 25 Meter weit. Nun hat das Tätertrio Gefängnisstrafen bekommen.

Das Landgericht Fulda hat am Dienstag drei Männer zu hohen Haftstrafen verurteilt, weil sie Fahrkartenautomaten gesprengt haben, um das Geld zu kassieren. Sie hatten fünf Automaten in hessischen Bahnhöfen in die Luft gejagt und zerstört. Verletzt wurde niemand. Ein 44-Jähriger wurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, ein 30 Jahre alter Komplize bekam viereinhalb Jahre. Ein weiterer 30-Jähriger kam mit einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung und 1000 Euro Geldauflage davon. Alle Männer waren erheblich vorbestraft.

Aus den Automaten in Großenlüder, Gersfeld und Wartenberg hatten die Täter im April und Juli 2013 insgesamt nur 850 Euro erbeutet, aber rund 133.000 Euro Schaden angerichtet. Dabei waren die drei Männer immer gleich vorgegangen, hatten unter anderem Gas benutzt.

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Rund 60 Kilo schweren Türen flogen bis zu 25 Meter weit. Eine Tür landete sogar im Gleisbett. Kleinteile wie Schrauben seien wesentlich weiter geflogen, sagte der Richter. Er hielt den Männern zugute, dass sie abgelegene Dorfbahnhöfe ausgesucht hätten und nur nachts tätig gewesen seien, als es dort keine Züge fuhren. Bundesweit sprengten Kriminelle im vergangenen Jahr mehr als 480 Fahrkartenautomaten. Die Deutsche Bahn AG will jetzt Farbpatronen in die Geräte einbauen, die das Geld gelb markieren und unbrauchbar machen.

dpa

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