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Die Homoehe ist derzeit in 32 US-Bundesstaaten erlaubt. Entgegen dem aktuellen Trend urteilte nun ein Berufungsgericht erstmals gegen die gleichgeschlechtliche Ehe.

Fall landet wohl vor Oberstem Gerichtshof

Berufungsgericht urteilt gegen Homoehe

Washington DC - Ein Berufungsgericht hat erstmals ein Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe aufrecht erhalten. Die Entscheidung steht im Kontrast zu aktuellen Trends in den USA:

Die US-Verfassung verbiete es den Bundesstaaten nicht, die Ehe als eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau zu definieren, hieß es in dem Urteil vom Donnerstag. Das entsprechende Berufungsgericht ist für die Bundesstaaten Michigan, Ohio, Tennessee und Kentucky zuständig. Das Urteil läuft einem Trend zuwider, bei dem US-Gerichte aller Instanzen zuletzt zugunsten der Homoehe entschieden hatten.

Zwar unterliege die Definition der Ehe in den USA derzeit einem Wandel, Gerichtsurteile seien aber nicht der richtige Weg, um den Wandel zu vollziehen, hieß es in dem Urteil weiter. Das föderale System der USA führe dazu, dass die Gesetzgebung in den einzelnen Bundesstaaten unterschiedlich gehandhabt werde. Der beste Weg seien demokratische Prozesse wie Wahlen, um den Wandel voranzutreiben.

Es ist davon auszugehen, dass der Fall nun an den Obersten Gerichtshof verwiesen wird. Dieser hatte jüngst entschieden, sich nicht mehr mit Urteilen von Gerichten niedriger Instanzen zu befassen, die die Homoehe erlaubt hatten. Die gleichgeschlechtliche Ehe ist derzeit in 32 der 50 US-Bundesstaaten sowie in der Hauptstadt Washington DC erlaubt.

AFP

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