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Krzysztof Charamsa steht offen zu seinem Lebensgefährten Eduard.

Offener Brief an Papst Franziskus

Schwuler Priester erhebt Vorwürfe gegen Vatikan

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London - Der ehemalige katholische Priester Krzysztof Charamsa steht zu seiner Homosexualität und hat jetzt einen offenen Brief mit schweren Vorwürfen an Papst Franziskus geschrieben. 

Nachdem sich der katholische Priester Krzysztof Charamsa

öffentlich zu seiner Homosexualität und seiner Beziehung

 zu einem anderen Mann bekannt hat, wurde er mit sofortiger Wirkung vom Vatikan gefeuert. Jetzt meldet sich der ehemalige Priester in einem offenen Brief an den Papst zu Wort. Die Kirche würde das Leben von Millionen homosexuellen Katholiken "zur Hölle" machen,

zitiert die BBC

 aus dem offenen Brief. Charamsa kritisiert außerdem, dass der Vatikan weiterhin gegen schwule Priester vorgehe, sei "heuchlerisch", zumal der Klerus "voll von Homosexuellen" sei. 

Der Priester empört sich in dem offenen Brief zudem über die "Verfolgung" und das Verursachen von "unendlichen Leiden" der homosexuellen Katholiken und deren Familien. Nach einer "langen und schmerzlichen Zeit der Prüfung und des Gebets“ habe er sich dazu entschlossen, die „Gewalt der Kirche“ gegen Homosexuelle und andere sexuelle Minderheiten öffentlich anzuprangern". Er rief alle homosexuellen Kardinäle, Bischöfe und Priester dazu auf, sich gegen das brutale Bild der katholischen Kirche zu erheben. 

Dankende Worte für Papst Franziskus - und Vorwürfe

Gleichzeitig dankte Charamsa aber auch Papst Franziskus dafür, dass er freundlichere Worte für Homosexuelle übrig habe. Während des US-Besuchs des Papstes empfing dieser auch einen homosexuellen jungen Mann. Außerdem sprach sich Papst Franziskus gegen die scharfe Verurteilung von Homosexuellen aus. Charamsa schreibt in seinem Brief allerdings auch, dass die Worte von Papst Franziskus nur dann etwas wert seien, wenn man alle Äußerungen des Heiligen Stuhls, die Homosexuelle verletzten, zurückziehen würde. Dazu gehören auch die Äußerungen von Benedikt XVI., dass Männer mit „tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen“ nicht zur Priesterausbildung zugelassen werden dürfen.

Weiterhin kritisiert der ehemalige Priester, dass der Vatikan Staaten, in denen homosexuelle Partnerschaften erlaubt seien, zunehmend deswegen unter Druck setzen würde. 

mt

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