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Mindestens 38 Menschen sind bei dem Schiffsunglück ertrunken.

Fähre rammt Ausflugsdampfer

38 Menschen sterben bei Schiffsunglück

Hongkong - Beim schwersten Schiffsunglück seit mehr als 40 Jahren in Hongkong sind mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Ein Ausflugsdampfer war von einer Fähre gerammt worden und gesunken.

Mehr als hundert Passagiere wurden gerettet und in Krankenhäuser gebracht. Vier Personen befänden sich noch in einem kritischen Zustand, teilten die örtlichen Behörden mit. Nach dem schwersten Schiffsunglück Hongkongs seit mehr als 40 Jahren nahm die Polizei am Dienstag sieben Besatzungsmitglieder fest.

Mitarbeiter des chinesischen Stromversorgers Power Assets wollten mit ihren Familien in dem firmeneigenen Ausflugsboot „Lamma IV“ zu einem Feuerwerk in den Victoria Harbour fahren, um den chinesischen Nationalfeiertag zu feiern. Das Boot wurde vor Lamma Island im Südwesten Hongkongs von einer Fähre gerammt. Überlebende berichteten im örtlichen Fernsehen, dass das Schiff nach dem Zusammenprall sehr rasch gesunken sei. Unter den Opfern des Unglücks befanden sich laut Angaben der Behörden auch mindestes vier Kinder.

Viele Tote nach Schiffsunglück

Viele Tote nach Schiffsunglück

Die Fähre wurde indes beschädigt, setzte ihren Kurs in den Hafen jedoch fort. Medienberichten zufolge hatte der Kapitän der Fähre Angst, dass auch sein Schiff sinken könnte. Die Betreiberfirma Hongkong & Kowloon Ferry Holdings wollte sich bisher nicht zu dem Vorfall äußern.

Besatzungsmitglieder sollen fahrlässig gehandelt haben

Nach der Bergung des gesunkenen Schiffs blieb unklar, wie es bei klarer Nacht in den regulierten Wasserwegen Hongkongs zu dem Zusammenprall kommen konnte. Hongkongs Regierungschef Leung Chun-ying ordnete eine vollständige Untersuchung des Unglücks an.

Die Behörden gehen von menschlichem Versagen aus. Den festgenommen Besatzungsmitgliedern wird vorgeworfen, das Leben der Passagiere durch fahrlässiges Verhalten gefährdet zu haben, wie der zuständige Polizeibeamte Tsang Wai-hung mitteilte. Er sagte, beide Besatzungen hätten „die gesetzlich vorgeschriebene Achtsamkeit“ bei ihrer Arbeit vernachlässigt.

Angehörige fahren zur Unglücksstelle

Angehörige der Opfer begaben sich indes zum örtlichen Leichenschauhaus, um Informationen über ihre Verwandten zu erhalten. Einige Familienmitglieder fuhren zudem in Booten zur Unfallstelle, um in einem traditionellen chinesischen Trauerritual Opfergaben zu überbringen und für die Verstorbenen zu beten.

Das gesunkene Ausflugsboot habe insgesamt 121 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder transportiert, sei jedoch für mehr als 200 Personen ausgelegt, teilte Yuen Sui-see, der technische Leiter des Energieunternehmens Power Assets mit. Die Firma kündigte an, den Familien der Opfer eine Summe von jeweils 200.000 Hongkong Dollars (rund 20.000 Euro) zu zahlen.

dapd

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