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Beim Hornschlittenrennen in Sachsen überschlägt sich eine Schlittenbesatzung mit ihrem Gefährt. Nach dem Überschlag ist der Schlitten in eine Zuschauergruppe gerast. Foto: Bernd März

Hornschlitten rast in Zuschauergruppe: Fünf Verletzte

Mit hoher Geschwindigkeit rasen die Teams ins Tal. Beim Hornschlittenrennen am Fichtelberg gab es einen schweren Unfall mit fünf Verletzten.

Oberwiesenthal/Chemnitz (dpa) - Bei einem Hornschlittenrennen in Sachsen ist eines der Gefährte am Samstag in eine Zuschauergruppe gerast. Fünf Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer.

Nach Angaben der Polizei war der Schlitten bei dem Rennen am Fichtelberg unbesetzt in die Menge gerauscht. Zuvor hatte er sich überschlagen, die Besatzung fiel dabei herunter. Ein 46 Jahre alter Mann und eine 52 Jahre alte Frau, die vom Schlitten gestürzt waren, wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Leicht verletzt wurden ein 40 Jahre alter Mann und zwei Frauen im Alter von 37 und 60 Jahren.

Das Oberwiesenthaler Rennen sei abgebrochen worden, sagte ein Polizeisprecher in Chemnitz. Der verunglückte Schlitten sei sichergestellt worden. Die Veranstaltung war eigentlich die Schlussetappe um den Deutschen Hornschlitten-Cup, der zum vierten Mal vergeben wird.

Das Hornschlittenrennen wird seit einigen Jahren am Fichtelberg ausgetragen. Auf den Schlitten haben bis zu vier Menschen Platz. Das Hornschlittenfahren ist laut Veranstalter gefährlicher und anstrengender als herkömmliches Rodeln. Die Teams rasen mit bis zu 70 Stundenkilometern den Hang hinunter.

Hornschlitten waren früher Arbeitsgeräte der Bergbauern. Sie transportierten damit Heu von den Alphütten ins Tal. Heute werden die Schlitten meist nur noch zu sportlichen Veranstaltungen genutzt.

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