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Eines der Uni-Gebäude.

Entdeckung bei Bauarbeiten

Der Horror: 7000 Leichen unter Uni gefunden

Während der Renovierungsarbeiten an der Universität Mississippi in Oxford, USA, wurde ein schauriger Fund gemacht: 7000 Särge inklusive den Toten befanden sich auf dem Areal!

Oxford - Die amerikanischen Bauarbeiter, die mit den Renovierungsarbeiten an der Universität Mississippi in Oxford beauftragt waren, staunten nicht schlecht, als sie die Erde für eine neue Straße aushoben. Auf einer Fläche von knapp fünf Hektar um das Hauptgebäude der Schule fanden sie 66 Särge aus Holz -  mitsamt der Toten! Kurze Zeit später fanden sie weitere 3000 Särge - teilweise lagen die Überreste der Leichen sogar direkt unter der Universität selbst, so die Huffington Post. Mit Hilfe der Experten sowie dem Einsatz eines speziellen Bodenradars konnten die Forensiker insgesamt 7000 Tote entdecken.

„Fast alle in den Gräbern gefundenen Menschen starben in der Mitte des 19. Jahrhunderts“, sagt Molly Zuckerman, Professorin für Anthropologie an der Mississippi State University gegenüber der Huffington Post. Sie ist die Verantwortliche für Exhumierungen und das Team an Wissenschaftlern. Da zwischen 1855 und 1935 eine Nervenheilanstalt auf dem Campus stand und dort bis zu 35.000 Menschen behandelt wurden, geht Professorin Zuckerman davon aus, dass es sich bei den Toten um Menschen aus eben dieser Klinik handelt. „Die Sterberate in dieser Region war damals unglaublich hoch“, sagt sie. „Die meisten der Patienten starben schon 13 Monate nach ihrer Aufnahme in die Klinik.“ Viele von ihnen starben an Tuberkulose, Herzinfarkten, Schlaganfällen, Gelbfieber, an diversen zeitgenössischen Epidemien, massiver Unterernährung und Vitamin-Mangel. Schließlich war die Ernährung im 19. Jahrhundert sehr einseitig: Meistens gab es nur Mais und Hirse. Und tendenziöse Nahrung war der Auslöser für die Krankheit Pellagra - ein Vitaminmangel. Die Epidemien rafften viele Menschen in den USA dahin - so eben auch im Gebiet rund um die Universität.

Da täglich neue Leichen dazukamen, wurden sie nicht wie anfangs am nahegelegenen Friedhof beigesetzt, sondern in namenlosen Gräbern verscharrt. Deshalb ist die Identifikation der Toten äußerst schwierig – aber nicht unmöglich, wie Zuckerman der Huffington Post erklärt. „Ich bekomme täglich E-Mails von Menschen, die wissen wollen, ob in den Gräbern vielleicht auch ein Familienangehöriger liegt“, sagt sie.

Bis zu 21 Millionen Dollar und etwa acht Jahre braucht es, bis alle Särge geborgen und exhumiert sind. Wie die Huffington Post berichtet, glaubt Zuckerman dennoch an einen unschätzbaren kulturellen Wert. „Die hier gefunden Toten geben uns viele Rückschlüsse auf das Leben vor fast 200 Jahren und sind für uns Lebende eine historische Quelle von unschätzbarem Wert.“ Deshalb ist sie bereits mit dem Staat Mississippi im Gespräch, ein öffentliches Dokumentationszentrum zu bauen, in der die Geschichte der Toten erzählt werden soll.

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