Experten der Schiffsuntersuchungskommission des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts ermitteln den genauen Hergang der Havarie. Foto: Roland Weihrauch
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Experten der Schiffsuntersuchungskommission des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts ermitteln den genauen Hergang der Havarie. Foto: Roland Weihrauch
Normalerweise steht der Brückenpfeiler, gegen den das Kreuzfahrtschiff prallte, bei Niedrigwasser an Land, zum Zeitpunkt der Kollison allerdings im Wasser. Foto: Roland Weihrauch
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Normalerweise steht der Brückenpfeiler, gegen den das Kreuzfahrtschiff prallte, bei Niedrigwasser an Land, zum Zeitpunkt der Kollison allerdings im Wasser. Foto: Roland Weihrauch
Feuerwehrkeute sind an Bord der "Swiss Crystal" im Einsatz. Foto: Marcel Kusch
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Feuerwehrkeute sind an Bord der "Swiss Crystal" im Einsatz. Foto: Marcel Kusch
Einsatzkräfte der Feuerwehr helfen bei der Evakuierung des Schiffes. Foto: Marcel Kusch
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Einsatzkräfte der Feuerwehr helfen bei der Evakuierung des Schiffes. Foto: Marcel Kusch
Einsatzkräfte der Feuerwehr am Rhein in Duisburg. Im Fluss liegt das Ausflugsschiff. Foto: Marcel Kusch
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Einsatzkräfte der Feuerwehr am Rhein in Duisburg. Im Fluss liegt das Ausflugsschiff. Foto: Marcel Kusch
Das verunglückte Passagierschiff ist im Hafen in Duisburg an einem weiteren Passagierschiff festgemacht worden. Foto: Roland Weihrauch
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Das verunglückte Passagierschiff ist im Hafen in Duisburg an einem weiteren Passagierschiff festgemacht worden. Foto: Roland Weihrauch

Über zwei Dutzend Verletzte

Kreuzfahrtschiff rammt Rheinbrücke

Hochwasser auf dem Rhein: So steht der Pfeiler einer Autobahnbrücke plötzlich im Wasser - und wird prompt von einem Passagierschiff gerammt. Das hat auch Folgen für den Straßenverkehr.

Duisburg (dpa) - Ein Kreuzfahrtschiff hat den Pfeiler einer Autobahnbrücke über den Rhein bei Duisburg gerammt. Mehr als zwei Dutzend Menschen an Bord wurden verletzt, die Brücke stundenlang gesperrt.

Auch der Kapitän der "Swiss Crystal" trug bei der Havarie am Dienstagabend nach Polizeiangaben Verletzungen davon. An Bord waren 129 Menschen, wie eine Sprecherin die Schweizer Reederei Scylla der dpa mitteilte. Sie stammten vor allem aus den Niederlanden.

Fast alle Passagiere seien wieder zuhause, hieß es weiter. Die Sperrung der Brücke Baerl der Autobahn 42 wurde am Mittwochvormittag wieder aufgehoben, wie der Landesbaubetrieb Straßen.NRW mitteilte. Zuvor hatten Statiker den Zustand des viel befahrenen Bauwerks überprüft.

Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge war die "Swiss Crystal" stromabwärts in einer langgezogenen Rechtskurve des Rheins gegen den Brückenpfeiler am linken Ufer geprallt. Normalerweise steht der Pfeiler bei Niedrigwasser an Land, am Dienstagabend allerdings wegen des erhöhten Pegels von 5,68 Metern im Wasser.

Das Schiff befand sich auf den letzten Kilometern eines am 22. Dezember begonnenen Törns mit Start und Ziel in Arnheim über Mainz und Koblenz. Am Mittwoch sollte es anlegen. Bei der Kollision seien viele Passagiere infolge des heftigen Rucks gestürzt. Das Schiff, das am Bug schwer beschädigt wurde, sei mit normaler Geschwindigkeit von 25 bis 28 Kilometern pro Stunde gefahren, hieß es weiter.

Den genauen Hergang der Havarie ermitteln nun Experten der Schiffsuntersuchungskommission des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA). Ein Notfallteam der Reederei, die insgesamt 28 Schiffe betreibt, sowie Versicherungsexperten seien ebenfalls zum Unglücksort gereist. Der Havarist wurde für die Untersuchungen etwa einen Kilometer stromabwärts nach Duisburg Mühlenweide geschleppt.

Nach der Kollision wurde die A42 zwischen den Abschlussstellen Duisburg-Baerl und -Beeck in beiden Fahrtrichtungen vorsorglich gesperrt. Statiker stellten nach Auskunft von Straßen-NRW aber keine schweren Schäden an der Rheinbrücke fest. Die Autobahn 42 ist einer der Hauptverkehrswege in und aus Richtung der Beneluxstaaten und wird im Jahresdurchschnitt von rund 90 000 Fahrzeugen pro Tag befahren.

Unklar war bis zum Mittwochnachmittag die genaue Zahl der Verletzten. Die Feuerwehr sprach von insgesamt 27 verletzten Menschen. Die Reederei des havarierten Schiffs nannte dagegen 30 Verletzte, davon 4 Besatzungsmitglieder.

Straßen NRW

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