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Im schottischen Glasgow ist am späten Freitagabend ein Polizeihubschrauber in das Dach eines Pubs gekracht.
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Im schottischen Glasgow ist am späten Freitagabend ein Polizeihubschrauber in das Dach eines Pubs gekracht.

Flugunglück in Glasgow

Hubschrauber stürzt in gut besuchten Pub

Glasgow - Am späten Freitagabend ist ein Polizeihubschrauber mitten in Glasgow in das Dach eines gut besuchten Pubs gekracht. Zahlreiche Menschen kommen zu Schaden. Offenbar starben dabei drei Menschen.

Beim Absturz eines Hubschraubers in eine gut besuchte Bar im schottischen Glasgow sind zahlreiche Menschen zu Schaden gekommen. Polizeisprecherin Rose Fitzpatrick sprach in der Nacht zum Samstag von „mehreren Opfern“. Laut der britischen BBC kamen drei Menschen ums Leben. Eine offizielle Bestätigung gab es für die Informationen des Senders, der sich auf Quellen bei den Rettungskräften beruft, zunächst nicht.

Offiziell bestätigte Glasgows Polizeichef Sir Stephen House zunächst nur ein Todesopfer. „Wir rechnen damit, dass diese Zahl in den kommenden Stunden steigt“, sagte House. Er konnte nicht sagen, ob noch Überlebende in dem zum Teil eingestürzten Gebäude sind. „Es ist noch immer ein Rettungs- und Bergungseinsatz“, sagte er. Die BBC hatte zuvor von mindestens drei Toten bei dem Unglück berichtet. 32 Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht. Viele Gäste des Pubs hatten sich retten können.

Der Hubschrauber der Glasgower Polizei vom Typ Eurocopter war am späten Freitagabend mitten in der Glasgower Innenstadt in das Flachdach des belebten Pubs gestürzt. Nach Augenzeugenberichten waren in dem Lokal, wo gerade eine Band spielte, zum Unglückszeitpunkt rund 120 Menschen. Die Ursache ist noch völlig unklar. Experten gehen von einem technischen Problem an der Maschine aus. Der Hubschrauber war mit drei Menschen besetzt, mit zwei Polizisten und einem zivilen Piloten.

„Wir haben eine Reihe von Verletzten aus dem Gebäude geborgen. Sie wurden in Krankenhäuser und an andere Orte gebracht“, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Lewis Ramsey. Demnach waren am frühen Morgen - Stunden nach dem Unglück - noch immer Menschen in dem Pub eingeschlossen. Zu diesen bestehe aber Kontakt, sagte Ramsey.

Bei den drei Toten könnte es sich um die Besatzung des Hubschraubers handeln. Die Polizei hatte am Abend erklärt, in der Maschine hätte zwei Polizisten und ein ziviler Pilot gesessen. In dem Pub, in dem zum Unglückszeitpunkt eine Band spielte, waren nach Berichten von Augenzeugen rund 120 Menschen. Viele konnten sich ins Freie retten.

Der örtliche Labour-Abgeordnete Jim Murphy, der den Rettungskräften zu Hilfe kam, sprach von mehreren Bewusstlosen. Er berichtete von einer Menschenkette, die Verletzte aus dem Gebäude transportierte.

Der Helikopter war am Freitagabend um 22.25 Uhr in das Dach des Pubs „The Clutha“ in der Glasgower Innenstadt gestürzt. Nach ersten Erkenntnissen fing der Hubschrauber, der mit zwei Polizeibeamten und einem zivilen Piloten besetzt war, nicht Feuer. Auch im Gebäude gab es offenbar keinen Brand. Augenzeugen beschrieben, wie die Decke des Gebäudes langsam einstürzte. Die Feuerwehr schickte umgehend 15 Einsatzwagen an den Unglücksort.

Die Band, die in dem Pub vor rund 120 Gästen aufgetreten war, soll zunächst weitergespielt haben. Die Mitglieder der Gruppe Esperanza seien wohlauf, wurde auf deren Facebook-Seite mitgeteilt.

Andere Augenzeugen sprachen von Verletzten, die auf Tragen aus dem Gebäude gebracht würden. Das Wrack des Helikopters steckte im Flachdach des Pubs fest. Die Glasgower Innenstadt entlang des Meeresarmes Clyde ist an Freitagabenden sehr stark bevölkert. Der Pub gilt bei Partygängern als beliebt.

Auf Twitter reagierten umgehend britische Politiker und drückten ihr Entsetzen über das Geschehen in Glasgow aus. Seine Gedanken seien bei allen, die von dem Unglück betroffen seien, schrieb Premierminister David Cameron. Die stellvertretende Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon sprach von „schockierenden Nachrichten“.

Bei der abgestürzten Maschine handelt es sich um einen Eurocopter vom Typ EC 135 T2. Experten äußerten die Vermutung, dass die Besatzung möglicherweise eine Notlandung versucht habe, weil die Motoren ausgefallen sein könnten. Über das Schicksal der Besatzung war zunächst nichts bekannt.

dpa

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