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Der Hubschrauberpilot und ein Passant kamen ums Leben

Helikopter-Crash mitten in London

Hubschrauberpilot flog schon für James Bond

London - Mitten in London ist im Berufsverkehr ein Hubschrauber abgestürzt. Der Pilot, der schon bei Filmproduktionen mitgewirkt hatte, und ein Passant starben. Der Kranführer hatte unglaubliches Glück.

Der Helikopter war am Morgen in der Nähe eines belebten Bahnhofs gegen einen Kran geprallt und abgestürzt. Der Pilot und ein Passant starben. Die Firma des Piloten erklärte, der Mann sei sehr erfahren gewesen und auf rund 9000 Flugstunden gekommen. Im Laufe seiner Karriere habe er auch bei zahlreichen Filmproduktionen mitgemacht, etwa bei „James Bond - Stirb an einem anderen Tag“. Er arbeitete seit 18 Jahren als Hubschrauberpilot, unter anderem bei Rettungseinsätzen.

Nach Angaben des Hubschrauber-Betreibers hatte der Pilot wegen schlechter Sicht um eine Umleitung gebeten. Er war auf dem Weg von Redhill in der Grafschaft Surrey nach Elstree in Hertfordshire. Seine Route entsprach dem Flugplan. Wegen des diesigen Wetters bat er aber bei einem nahe gelegenen Landeplatz im Stadtteil Battersea um Landeerlaubnis. Kurz darauf rammte der Helikopter den Kran.

Dieser stand auf einem Hochhaus eines luxuriösen Wohnhauskomplexes am Südufer der Themse. Das 51-stöckige Gebäude soll in diesem Jahr fertig werden. Nach dem Absturz explodierte die Maschine - nach ersten Erkenntnissen um eine Maschine des Typs Augusta AW 109 - mit einem lauten Knall. Ein Feuer brach aus, eine dichte Rauchwolke stieg auf. Zwei Häuser in der Umgebung gerieten in Brand.

"Ein Wunder, dass nicht mehr passiert ist"

Mindestens zwölf Menschen wurden verletzt, die meisten nur leicht. Sechs kamen ins Krankenhaus. Ein Mann wurde aus seinem brennenden Auto gerettet.

„Es ist ein Wunder, dass dies nicht viel, viel schlimmer ausgegangen ist“, sagte Neil Basu von der Londoner Polizei Scotland Yard. Zur Zeit des Absturzes waren Hunderte Menschen in der Gegend unterwegs, viele von ihnen auf dem Weg zur Arbeit.

Sie lieferten zahlreiche Augenzeugenberichte und Handy-Videos sowie Fotos und berichteten von einem explosionsartigen Knall. Menschen schrien um Hilfe und flüchteten. „Als ich die Explosion hörte - es war wie ein kleines Erdbeben“, sagte eine Anwohnerin dem Sender Sky News. Ein anderer berichtete, er habe geglaubt, eine Bombe sei hochgegangen. Im Internet wurden zahlreiche persönliche Geschichten verbreitet, in denen Menschen erzählten, sie seien dem Unglück nur knapp entkommen.

Kranführer überlebte, weil er zu spät zur Arbeit kam

Mehrere Arbeiter auf der Baustelle berichteten, der Kranführer sei nur knapp dem Tod entkommen, weil er an diesem Morgen ausnahmsweise zu spät gekommen sei. Als der Unfall passierte, sei er gerade am unteren Teil der Leiter nach oben gewesen, um hinaufzuklettern. Er soll aufgehalten worden sein, als er seine Kinder zur Schule brachte, und deshalb nicht wie sonst pünktlich gewesen sein.

Das Zentrum der britischen Hauptstadt befand sich am Mittwoch zeitweise unter Schock. Teile des Krans hingen am Mittwoch weiter auf dem Hochhaus. Rettungskräfte mussten sie absichern. Der Bahnhof und Straßen in der Umgebung wurden gesperrt, einige Häuser zum Teil evakuiert. Die Feuerwehr war mit sechs Rettungswagen vor Ort, fast 90 Rettungskräfte waren im Einsatz. Am späten Vormittag waren die Flammen gelöscht. Die Details des Unfalls blieben zunächst ungeklärt.

Der britische Premierminister David Cameron sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

dpa

Bilder von der Absturzstelle

Hubschrauber-Absturz in London

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