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Als Hundebesitzer Handy anschaltet, ahnt er Böses: „Muss große Schmerzen gehabt haben“

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Von: Jakob Koch

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Trauriger Hund liegt auf dem Boden.
Der Hund wurde von seinem Besitzer in eine Tierklinik gebracht. (Symbolfoto) © imagebroker/imago

Dramatische Rettungsaktion: Ein Hund wird von seinem Besitzer in eine Klinik gebracht - die Tierärztin konnte kaum glauben, was sie auf den Röntgenbildern fand.

London - Eigentlich sollen Apples kleine technische Helfer, die Airtags, dazu dienen, zum Beispiel eigene Schlüssel zu orten. Das Prinzip ist einfach: Via Bluetooth sind die Airtags mit dem iPhone verbunden und lassen sich so bis auf wenige Zentimeter genau finden. Doch als ein Hundebesitzer im südlichen London die Funktion auf seinem Gerät aktivierte, war er überrascht: Statt im Haus, fand er den Airtag im Bauch seines Labradors „James“ - mithilfe der „Wo ist?“-Suche auf seinem iPhone*.

Hund frisst Apple-Airtag: Tier muss sofort operiert werden

Wie konnte das passieren? Offenbar hatte der Hund den technischen Helfer in der Größe eines Zwei-Euro-Stücks einfach aufgefressen. James‘ Besitzer reagierte sofort: Er fuhr sofort ins „South London Emergency Veterinary Centre“, eine Tierklinik im Zentrum von London. Sein Glück: „Der Hund muss große Schmerzen gehabt haben“, sagte die zuständige Tierärztin Dr. Maggie Doherty der britischen The Sun.

Die „Wo ist?“-App ist auf einem iPhone zu sehen. Daneben liegt ein Apple AirTag mit Schlüsselanhänger.
Mit Apple AirTags können Sie verlorene oder gestohlene Gegenstände wiederfinden. © Amazon Produktbild

Die Tierärztin habe so einen Fall noch nie in ihrer Karriere erlebt. „Es war unglaublich - wir waren fassungslos, als wir die Röntgenbilder sahen“, sagte Dr. Doherty. Es war sofort klar: Labrador James musste umgehend auf den OP-Tisch. Das Tier hatte Glück: Das Tierarzt-Team schaffte es in einer aufwendigen Operation, den kleinen Airtag aus dem Bauch des Hundes zu entfernen. James überlebte.

Tierärztin Doherty ist nicht die einzige Kritikerin der neuen Technologie. Bereits vor der Markteinführung im vergangenen Jahr wurden Bedenken laut: Die kleinen Geräte eignen sich auch zum „Stalken“ von fremden Personen oder Gegenständen. So warnte erst kürzlich die Polizei in der kanadischen Region York explizit vor den Airtags: Demnach bringen Autodiebe die kleinen Geräte an Fahrzeugen an, um sie zu tracken - und dann in aller Ruhe an einem ruhigen Ort zu stehlen.

Eigentlich will Apple genau solche unfreiwilligen Ortungen verhindern: Nach einer bestimmten Zeit beginnt ein Airtag zu piepen, wenn er sich über eine längere Zeit nicht mit dem iPhone seines Besitzers verbunden hat. Für Android-Nutzer gibt es mittlerweile besondere Scanner für fremde Airtags. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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