Hundefutter für hungernde Kinder

- Nairobi - Kenia hat ein Hilfsangebot einer neuseeländischen Unternehmerin zurückgewiesen, die für hungernde Kinder in Kenia tonnenweise Hundefutter spenden wollte. "So schlecht geht es den Kindern in Kenia noch nicht, dass sie Hundefutter essen müssen", sagte ein Regierungssprecher nach einem Bericht der Zeitung "Daily Nation" vom Dienstag.

Das Unternehmen "Mighty Mix" wollte 42 Tonnen Trockenfutter nach Kenia senden, nachdem die Chefin Christine Drummond von der derzeitigen Hungersnot im Land erfahren hatte. "Es ist voller Nährstoffe und schmeckt lecker", sagte sie. Sie streue sich selbst jeden Morgen etwas Trockenfutter in ihr Müsli.

Nach Regierungsangaben sind in Kenia wegen der anhaltenden Dürre etwa 3,5 Millionen Menschen von der Hungersnot bedroht. Die Hilfsorganisation Oxfam kritisiert, dass die Regierung einen Teil der Ernte aus dem Westen des Landes lieber exportiert als ihn zur Hunger-Bekämpfung im Norden und Osten einzusetzen.

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