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Die Region um den Vulkan Bárdarbunga auf Island bleibt unruhig.

450 Beben

Island: Erdbeben am Vulkan Bárdarbunga

Reykjavik - Experten folgen jeder Regung des Vulkans Bárdarbunga in Island. Die Erde bebt zwar weiter, ein neuer Ausbruch blieb bislang aus. Es gilt die zweithöchste Alarmstufe Orange.

In der Gegend um den Vulkan Bárdarbunga auf Island rumort es weiter. Binnen sieben Stunden hätten rund 450 Erdbeben das Gebiet erschüttert, teilte das Meteorologische Institut am Samstag mit. Das heftigste davon hatte demnach eine Stärke von 5,4 und wurde im Krater des Berges registriert. Einschränkungen des Luftverkehrs seien aber nicht notwendig, erklärte der Zivilschutz

In der Nacht zum Freitag hatte der Vulkan wohl zum ersten Mal seit Beginn seismischer Aktivitäten vor zwei Wochen Lava ausgespuckt. Isländische Meteorologen entdeckten nördlich des Gletschers Vatnajökull einen 900 Meter langen Riss, an dem das brodelnde Magma an die Oberfläche trat. Die Behörden hatten daraufhin Alarmstufe rot ausgerufen und ein Flugverbot verhängt. Dieses konnte nach einigen Stunden aber wieder aufgehoben werden.

Für den Vulkan gilt derzeit die zweithöchste Alarmstufe Orange. Das bedeutet, dass der Bárdarbunga eine erhöhte oder steigende Aktivität mit erhöhtem Eruptionspotenzial zeigt. Beim Ausbruch des isländischen Gletschervulkans Eyjafjallajökull 2010 waren so große Aschemengen in den Luftraum geschleudert worden, dass der Flugverkehr in weiten Teilen Europas mehrere Tage zum Erliegen kam.

Auch ein Ausbruch des Vulkans Bárdarbunga könnte weitreichende Folgen haben. Auf dem Berg befindet sich der bei Touristen beliebte Gletscher Vatnajökull. Tritt die Lava unter dem Eis los, könnte sie das Eis zum Schmelzen bringen und schwere Überschwemmungen auslösen. Zu dem Ausbruch in der Nacht zum Freitag war es jedoch fünf Kilometer vom Gletscher entfernt in einem Gebiet ohne Eis gekommen.

dpa

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