Hunderte Menschen gedenken der getöteten Mädchen

Krailling - Wenige Tage nach dem gewaltsamen Tod zweier Mädchen im oberbayerischen Krailling haben bei einem ökumenischen Gottesdienst mehrere hundert Menschen der ermordeten Kinder gedacht.

In der völlig überfüllten Pfarrkirche Sankt Elisabeth im benachbarten Planegg beteten Angehörige, Anwohner sowie viele Mitschüler und ihre Eltern für die getöteten Kinder und ihre Familie.

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Sie zündeten Kerzen an, die sie nach dem etwa 45-minütigen Gedenkgottesdienst mit nach Hause nahmen. Viele Menschen hatten Tränen in den Augen.

Unter den Trauernden war auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Er zeigte sich “fassungslos“ über die Tat. Manch einer habe Wut auf den brutalen Täter. “Ich verspreche, dass die Mordkommission alles tun wird, um den Täter dingfest zu machen.“

Der katholische Pfarrer Anicet Mutonkol sagte: “Wir sind alles äußerst schockiert. Wie kann man nur wehrlose Kinder im Schlaf ermorden?“ Die Anwesenden wollten ihre Solidarität mit den ermordeten Kindern und ihren Angehörigen zeigen. Seine evangelische Kollegin Katarina Freisleder betonte: “Wir sind fassungslos angesichts solch blinder Raserei und von so viel Hass und Gewalt.“ Die Pfarrerin fügte hinzu: “Wir haben ein tiefes Bedürfnis, im Würmtal in Frieden leben zu können.“

Kraillings Bürgermeisterin Christine Borst (CSU) versprach, die Gemeinde und die Polizei würden alles tun, damit sich die Bürger in Zukunft sicher fühlen könnten. “Ein solches Verbrechen ist kaum zu verkraften.“

Die beiden acht und elf Jahre alten Schwestern waren in der Nacht zum Donnerstag in der Wohnung ihrer Mutter getötet worden. Die Obduktion stellte an beiden Opfern “vielfältige Gewalteinwirkungen verschiedener Art“ fest. Unter anderem habe der Täter ein Messer und eine Hantelstange verwendet.

dpa

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