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Atomkraftgegner protestieren am Erkundungsbergwerk im niedersächsischen Gorleben gegen die Weitererkundung des Salzstocks als atomares Endlager.

Hunderte protestieren in Gorleben gegen Atomkurs

Gorleben - Mehrere hundert Atomkraftgegner haben in Gorleben gegen die sofortige Weitererkundung des Salzstocks auf seine Eignung als Endlager protestiert.

Die Demonstrationen gegen den Atomkurs der Bundesregierung und den Castor-Transport vor einer Woche seien kein Strohfeuer gewesen, sagte der Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, Wolfgang Ehmke. “Die Debatte wird auch über das Wendland hinaus geführt.“

Weil die schwarz-gelbe Regierung in Berlin den Protesten gegenüber taub sei, sei ihre Halbwertszeit so kurz, dass sie vom Widerstand überlebt werde, meinte Ehmke. Landwirte und die evangelische Kirche zogen bei der Demonstration eine positive Bilanz der Castor-Proteste.

Unmittelbar nach dem Castor-Transport hatte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie am Dienstag den Sofortvollzug für die seit zehn Jahren ausgesetzte Erkundung angeordnet. Klagen dagegen unter anderem von Greenpeace und der evangelischen Kirche verloren damit ihre aufschiebende Wirkung. Die eigentlichen Arbeiten haben aber bisher noch nicht begonnen.

Als Ablenkungsmanöver bezeichnete Ehmke den Vorschlag, einen Teil des hoch radioaktiven Atommülls an Kraftwerken wie etwa in Biblis zwischenzulagern. Diese “Geisterdebatte“ drücke sich vor der Kernfrage, warum man sich bei der Suche nach einem geeigneten Endlager allein auf Gorleben konzentriere.

dpa

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