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Christopher Street Day in Stuttgart bei schönstem Sommerwetter.

Hunderttausende bei CSD-Parade in Stuttgart

Stuttgart - Schrille Parade im Zeichen des Regenbogens: Hunderttausende haben am Samstag bei hochsommerlichem Wetter den Umzug anlässlich des Christopher Street Days (CSD) in Stuttgart verfolgt.

„Das heiße Wetter macht niemandem etwas aus“, sagte CSD-Sprecher Christoph Michl. „Die Stimmung ist grandios.“ Nach Polizeiangaben waren bereits zum Start der bunten Parade rund 200 000 Zuschauer dabei. Mehr als 3000 Teilnehmer zogen in mehr als 60 Gruppen durch die Innenstadt.

Der CSD, der in diesem Jahr das Motto „tiefenToleranz“ hat, will auf die alltäglichen Probleme von Lesben, Schwulen oder auch Bisexuellen aufmerksam machen. Solidaritätszeichen ist eine bunte Regenbogenflagge. In diesem Jahr wehte sie erstmals auf dem Neuen Schloss in Stuttgart, vor dem auch die Abschlusskundgebung des CSD stattfinden sollte.

Dem CDU-Vize Winfried Mack ging das zu weit: „Auf das Neue Schloss in Stuttgart gehört nur die Fahne von Baden-Württemberg mit dem großen Landeswappen“, sagte er. „Wer diesen Ort heute einer Interessengruppe überlässt, kann ihn morgen auch einer Firma oder einer politischen Gruppierung überlassen.“

Die Teilnehmer ließen sich davon nicht in die Parade fahren: Mit neonfarbenen Perücken, teils kunstvoll geschminkten Gesichtern und als Sonnenschutz umfunktionierten Regenschirmen zogen sie durch die Stadt - meistens mit Regenbogenfahnen im Schlepptau. „Wir wollen von Toleranz zu Akzeptanz, davon sind wir jedoch noch meilenweit entfernt“, sagte Michl.

dpa

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