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„Tragisches Unglück“: Österreichische Grünen-Politikerin von Hai getötet

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Von: Martina Lippl

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Im ägyptischen Badeort Hurghada ist eine Österreicherin durch eine Hai-Attacke gestorben. Die Ex-Grünen-Politikerin ist beim Schnorcheln angegriffen worden.

Hurghada – Bei einem Hai-Angriff im Urlaubsparadies in Ägypten sind zwei Frauen ums Leben gekommen. Dramatische Szenen müssen sich am Strand abgespielt haben, berichten Medien. Touristen beobachteten die Attacke auch von einem Steg aus. In Videos in den sozialen Medien ist zu sehen, wie eine Frau in rot gefärbten Wasser versucht, sich in Sicherheit zu bringen.

Hurghada: Österreichische Grünen-Politikerin von Hai getötet

Eine Österreicherin ist beim Schnorcheln von einem Mako-Hai angegriffen worden. Es handelt sich um eine Ex-Grünen-Politikerin Elisabeth S. Der Grünen-Verband Kramsach trauert auf seiner Facebook-Seite um die 68-Jährige, „die durch ein tragisches Unglück zu Tode gekommen ist!“. Weiter heißt es dort: „Elisabeth war engagierte Grüne der ersten Stunde in Kramsach, Gemeinderätin von 1998 - 2004, lange Jahre treue Ersatzgemeinderätin und GR - Kandidatin! Sie Ruhe in Frieden!“

Nach Hai-Attacke im Urlaubsparadies: Österreicherin stirbt in Hurghada

Die Tirolerin wollte am Sonntag nach Hause fliegen. Unmittelbar bevor sie ins Meer ging, habe sie noch gesagt: „Ich geh noch mal kurz ins Wasser.“ Das berichtet das österreichische Portal oe24.at. Elisabeth S. schaffte es nach Medienberichten noch ans Ufer. Der Mako-Hai hatte die Frau in ihren Arm und ein Bein gebissen. Das Hai-Opfer soll kurz darauf in einem Krankenhaus verstorben sein.

Trauer nach Hai-Angriff: Grünen-Politikerin starb durch die Attacke eines Mako-Hais.
Trauer nach Hai-Angriff: Grünen-Politikerin starb durch die Attacke eines Mako-Hais. © Screenshot/facebook

Eine zweite Frau starb offenbar nach einem Angriff desselben Hais. Das teilte das ägyptische Umweltministerium in Kairo am Sonntag mit. Umweltministerin Jasmin Fuad drücke den Familien der beiden Opfer ihr Beileid aus. Nach Angaben des rumänischen Außenministeriums handelt es sich um eine Rumänin, die in Hurghada Urlaub machte. Der Strand wurde vorerst geschlossen.

Mako-Hai: Kurzflossen-Mako (Isurus oxyrinchus)

Mako-Haie leben im Roten Meer, im Mittelmeer und in der Karibik. Sie gelten, laut WWF (World Wide Fund For Nature), als stark bedroht. Ihr Fleisch, besonders ihre Flossen sind als Delikatesse beliebt.

Mako-Haie sind ausgewachsen vier Meter lang und über 500 Kilogramm schwer. Mit Tempo von bis zu 70 Kilometern pro Stunde ist er auch der schnellste Hai der Welt.

Nach tödlicher Hai-Attacke in Ägypten: Strand vorübergehend geschlossen

Kurzflossen-Mako (Isurus oxyrinchus) ist ausgewachsen über vier Meter lang und 500 Kilogramm schwer. Der Hai ist für den Menschen gefährlich.
Kurzflossen-Mako (Isurus oxyrinchus) ist ausgewachsen über vier Meter lang und 500 Kilogramm schwer. Der Hai ist für den Menschen gefährlich. © imago

Der Vorfall ereignete sich in einer Bucht südlich von Hurghada. Der Strand wurde für drei Tage geschlossen. Die Kammer für Tauch- und Wassersport (CDWS) informierte ihre Mitglieder nach dem Zwischenfall über die Sichtung eines Makohais in der Gegend. Wassersport wie Tauchen, Schnorcheln, Kite- und Windsurfen seien während dieser Zeit in dem Gebiet nicht gestattet, hieß es. Zwischenfälle mit Haien gelten an den Stränden um Hurghada als äußerst selten. Vereinzelt kam es aber auch hier zu tödlichen Attacken. 2018 starb ein Tourist aus Tschechien nach einem Hai-Angriff, 2015 kamen so auch ein Deutscher und 2010 eine deutsche Rentnerin ums Leben. Möglicherweise werden die Tiere durch Abfälle angelockt oder durch – eigentlich verbotenes – Futter und Köder von Ausflugsbooten. (ml/dpa)

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