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Hurrikan "Gustav" bedroht Karibikstaaten

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Hamburg - In der Karibik ist in der Nacht zum Dienstag der Hurrikan "Gustav" entstanden. Der Wirbelsturm verstärkt sich derzeit südlich von Haiti mit mittleren Windgeschwindigkeiten bis etwa 130 Kilometern pro Stunde und noch wesentlich stärkeren Böen.

""Gustav" könnte zu einem sehr gefährlichen Hurrikan werden", sagte Hurrikan- Experte Thomas Sävert vom Wetterdienst meteomedia in Bochum. Nach Berechnungen der Meteorologen bedroht der Tropensturm zunächst den Westen der bergigen Insel Hispaniola mit der Dominikanischen Republik und Haiti vor allem mit heftigen Regenfällen. Örtlich können in Haiti mehr als 500 Liter Regen auf den Quadratmeter fallen. "Das entspricht etwa zwei Drittel der Jahresmenge der Stadt Hamburg", sagte Sävert. Dadurch drohen Überschwemmungen und Erdrutsche.

Anschließend zieht der Hurrikan voraussichtlich weiter nach Kuba. Auf dem Weg wird er sich nach Einschätzung der Experten noch verstärken. Wie es dann weitergeht, ist derzeit offen. Möglich ist eine Zugbahn nach Mexiko oder nach Florida. Laut Sävert kann nicht ausgeschlossen werden, dass "Gustav" als starker Hurrikan die Staaten rund um den Golf von Mexiko erreicht.

"Gustav" ist der siebte Sturm der nordatlantischen Hurrikansaison 2008 und der dritte Hurrikan. Die Saison dauert offiziell noch bis Ende November. Zuletzt hatte der Sturm "Fay" Dutzende Tote auf den Karibischen Inseln und in Florida gefordert.

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