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Schon bald wird es stürmisch an der Ostküste der USA. 

Experten warnen vor dem Sturm

Hurrikan „Hermine“ trifft auf Florida

Washington - Überschwemmungen, Stromausfälle und hohe Wellen: Florida wappnet sich für „Hermine“.

Als erster Hurrikan seit mehr als zehn Jahren wird der Sturm „Hermine“ in der Nacht zum Freitag auf die Küste Floridas treffen. Das National Hurricane Center stufte „Hermine“ von einem tropischen Sturm zu einem Hurrikan der niedrigsten Stufe 1 hoch.

„Dieser Sturm ist lebensgefährlich“, warnte Floridas Gouverneur Rick Scott. Er rief bereits am Donnerstag vorsorglich für 51 der 67 Bezirke des Bundesstaates den Notstand aus. „Hermine“ soll nach Ortszeit etwa gegen Mitternacht auf Land treffen (ca. 06.00 Uhr MESZ).

Den Behörden bereitet Sorge, dass Florida viele Zugezogene und viele Touristen beherbergt, die sich mit einem Hurrikan nicht auskennen. Scott rief dazu auf, sich für mindestens drei Tage mit Vorräten zu versorgen.

Florida erlebt bereits seit Mittwoch sehr starken Regen. „Hermine“ könnte nun 20, in einigen Gebieten sogar mehr als 30 Zentimeter zusätzliche Niederschläge bringen.

Experten stufen den Hurrikan als sehr gefährlich ein

Die Hurrikanexperten stufen die mit dem Sturm eintreffenden Wellen aber als fast noch gefährlicher ein. Mancherorts könnten mehr als zwei Meter hohe Wellen sonst trockene Küstenstreifen überspülen. Das National Hurricane Center warnt vor lebensgefährlichen Überflutungen und Stromausfällen.

Am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) bewegte sich „Hermine“ über dem Golf von Mexiko auf Florida zu. Besonders heftig dürfte es die Gegend um Tallahassee treffen, bevor der Sturm in einem Korridor über Florida hinweg zieht.

In dann abgeschwächter Form kommt „Hermine“ am Freitag und Samstag über Georgia die Küste hoch nach South sowie North Carolina. In seinem Verlauf könnte der Sturm auch empfindlich die Soja- und Baumwollernte schädigen.

Am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) erreichten erste tropische Winde Floridas Küste. In den betreffenden Bezirken wurden alle staatlichen Behörden geschlossen. Am Donnerstag und Freitag bleiben auch viele Schulen zu.

Von einem Hurrikan spricht man, wenn er Böen von 119 Stundenkilometern auslöst. „Hermine“ hatte den Meteorologen zufolge bereits am Donnerstagmittag Böen von etwa 100 Kilometern pro Stunde verursacht und wurde zu einem Hurrikan hochgestuft, als die Windgeschwindigkeiten noch stärker wurden.

Der letzte Hurrikan in Florida war „Wilma“ im Jahr 2005.

dpa

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