Drama im Hambacher Forst: Journalist stirbt bei Sturz aus großer Höhe

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Zerstörte Stromleitungen in Puerto Rico nach dem Durchzug von Hurrikan "Maria". Foto: Carlos Giusti

Schwere Schäden in Puerto Rico

Hurrikan "Maria" wütet in der Karibik

Puerto Rico ist durch Hurrikan "Maria" schwer verwüstet worden - US-Präsident Donald Trump sagt, die Insel sei ausradiert und kündigt einen Besuch an. Viele Regionen sind derzeit komplett abgeschnitten.

Santo Domingo/San Juan (dpa) - Hurrikan "Maria" hat nach Puerto Rico auch die benachbarte Dominikanische Republik getroffen und starke Überschwemmungen verursacht. Staatspräsident Danilo Medina berief eine Krisensitzung ein, rund 350.000 Menschen waren ohne Strom.

"Maria" erreichte hier Windgeschwindigkeiten von rund 195 Stundenkilometern. Bisher starben durch den Hurrikan auf den Karibikinseln Dominica, Guadalupe und Puerto Rico mindestens 18 Menschen. Rund 20 Menschen werden noch vermisst.

Dramatisch ist die Lage im schwer verwüsteten Puerto Rico. In dem US-Außengebiet mit seinen rund 3,4 Millionen Einwohnern fiel der Strom aus. US-Präsident Donald Trump rief den Katstrophenzustand aus und will die Insel bald besuchen. Puerto Rico ist mit 9000 Quadratkilometern so groß wie Zypern.

Das US-Militär teilte mit, dass man mit sechs Hubschraubern und vier Transportflugzeugen Hilfsmaßnahmen für Puerto Rico und die Virgin Islands unterstütze. Viele Gegenden waren komplett abgeschnitten, eine Hoffnung war, dass der Flughafen in Puerto Rico wieder den Betrieb aufnimmt, damit US-Hilfsflüge die Insel ansteuern können.

Mit Ausrufung des Katastrophenzustandes bekommt das US-Außengebiet, das eine hohe Armutsrate aufweist, Geld aus Washington. Dazu zählen Hilfen für Notunterkünfte und Hausreparaturen. Trump sagte in New York, Puerto Rico sei "vollkommen ausradiert" und von Winden getroffen worden, die die Insel noch nie zuvor erlebt habe. Die USA würden den Wiederaufbau Puerto Ricos mit großem Enthusiasmus angehen. Bisher ist Puerto Rico ein assoziierter Freistaat. Per Referendum hatte die von der Pleite bedrohte Insel aber beschlossen, dass man der 51. Bundesstaat der USA werden möchte. Das könnte die Finanzlage verbessern. Dieser Wunsch muss aber vom amerikanischen Kongress gebilligt werden.

In Puerto Rico wurden überall die Stromnetze vom Hurrikan umgefegt. Auch das Kommunikationsnetz kollabierte vielerorts, weshalb die Informationslage schwierig war. Neben einem bestätigten Todesopfer sprach der Chefs der Notfallbehörde, Abner Gómez, von mehreren Todesopfern in dem Bezirk Utuado durch den Hurrikan. Nach Angaben der Zeitung "El nuevo dia" könnte es sich um drei Rentner handeln, aber hierfür gebe es bisher keine Bestätigung.

Es kam zu Plünderungen. Um das zu unterbinden, rief Gouverneur Ricardo Rosselló Nevares eine nächtliche Ausgangssperre von sechs Uhr abends bis sechs Uhr morgens aus, die bis Samstag gelten soll. Unklar ist noch, ob der Hurrikan am Wochenende das US-Festland treffen könnte. Der Vorgängersturm "Irma" hatte große Schäden im US-Bundesstaat Florida hinterlassen.

Brookings-Bericht zur Finanzlage Puerto Ricos

Aktuelle Lage, Berichte El nuevo dia

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