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Ein Surfer reitet vor der Küste von Miami eine der riesigen Wellen, die Hurrikan "Sandy" gen Strand jagt

Schon 43 Tote durch Hurrikan

USA erwarten historischen Supersturm

Nassau - Die USA bereiten sich auf einen Supersturm vor. Es wird erwartet, dass Hurrikan "Sandy" und der Wintersturm „Frankenstorm" sich vor der Ostküste vereinen. Die Folge wäre ein zerstörerisches Wetterphänomen.

Die US-Ostküste blickt mit Bangen auf den heranrückenden Hurrikan „Sandy“. Der Wirbelsturm könnte sich nach Aussagen von Meteorologen Anfang kommender Woche mit winterlichen Wetterfronten vereinen und zu einem Supersturm werden. „Sandy“ hinterließ in der Karibik bereits eine Schneise der Verwüstung und kostete 43 Menschen das Leben.

Inzwischen wurde für mehrere US-Bundesstaaten, darunter New York, Virginia und Teile North Carolinas, bereits der Notstand ausgerufen. Ziel sei es, die nötigen Vorbereitungen für das Eintreffen des Sturms zu beschleunigen, teilten die Behörden mit. Das National Hurricane Center in Miami stellte in der Nacht auf Samstag eine Sturmwarnung für die Ostküste Floridas aus. Mehrere Airlines rechnen damit, dass insgesamt hunderte Flüge über den Atlantik und an der Ostküste der USA gestrichen werden müssen. Sie boten ihren Kunden gebührenfreie Umbuchungen an.

Hurrikan "Sandy" hinterlässt Spur der Verwüstung

Hurrikan "Sandy" hinterlässt Spur der Verwüstung

Am Freitag traf der Wirbelsturm auf die Hauptinseln der Bahamas, nachdem er am Vorabend die südlichen Teile der Inselgruppe erreicht hatte. Es kam zu Stromausfällen und Überflutungen, einige kleinere Inseln wurden von der Außenwelt abgeschnitten.

In Haiti starben in Folge des Hurrikans bereits 29 Menschen

Am schwersten betroffen war jedoch Haiti, wo am Freitag 29 Tote gemeldet wurden. Elf Menschen kamen in Kuba ums Leben, einer in Jamaika. Auf den Bahamas und auf Jamaika wurde je ein Mann getötet.

Stromausfälle und Überschwemmungen

In Kuba deckte der Wind Hausdächer ab, riss Bäume und Strommasten um, Starkregen und Überflutungen führten zum Einsturz zahlreicher Hütten und Häuser. Es war der schwerste Sturm in Kuba seit 2005. Zwar zog das Zentrum des Sturms am Mittwoch an der Insel vorbei, aber die Sturmausläufer sorgten für schwere Regenfälle.

„Sandy“ verlor am Freitagabend ein wenig an Kraft und wurde als Hurrikan der Stufe eins bewertet. Seine Windböen erreichten eine Geschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde.

Auf den Acklins-Inseln der Bahamas fiel der Strom aus, ein Großteil der Straßen wurde überflutet, wie Regierungssprecher Berkeley Williams mitteilte. Der größte Schaden entstand auf Exuma, wo Bäume entwurzelt, Strommasten und Häuser zerstört wurden.

Seltenes Wetterphänomen möglich

Wenn der Sturm in der kommenden Woche entlang der gesamten Atlantikküste der USA von Florida bis Maine zu spüren sein wird, droht neue Gefahr: Er könnte sich mit dem Wintersturm „Frankenstorm“ vereinen und sich zu einem Supersturm auswachsen.

„Das sieht nach einem sehr ernsten, möglicherweise historischen Sturm aus“, sagte der Direktor der US-Wetterwarte, Jeff Masters. Schon für den frühen Sonntag wurde mit starkem Wind, schweren Regengüssen und möglichem Schneefall gerechnet. Am Dienstagmorgen trifft „Sandy“ dann Vorhersagen zufolge im Umland von New York oder New Jersey auf „Frankenstorm“, während aus dem Süden Kanadas eine Kaltfront erwartet wird. Das seltene Wetterphänomen könnte Experten zufolge in der dicht besiedelten Region Schäden im Umfang von mindestens einer Milliarde Dollar anrichten.

dapd/dpa

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