Drei Leichen unter Brücke gefunden

Tödliches Familiendrama an ICE-Strecke

Fulda - Die ICE-Strecke zwischen Fulda und Kassel ist am Sonntag mehrere Stunden lang gesperrt worden. Ein Mann war wohl mit seinen beiden kleinen Kindern von der 95 Meter hohen Rombachtalbrücke gesprungen.

Bei den drei Toten, die laut der Staatsanwaltschaft Gießen und der Polizei Fulda am Nachmittag gefunden worden waren, handelt es sich um einen Vater und zwei Kinder. Die Staatsanwaltschaft Gießen geht davon aus, dass es sich um einen 37 Jahre alten Mann und seine beiden neun und zehn Jahre alten Kinder aus Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) handelt. Ein in der Nähe der Brücke geparktes Auto sei dem Mann zuzuordnen, sagte Staatsanwalt Thomas Hauburger am Montag.

Nach ersten Vermutungen war der Mann mit den Kindern von der Brücke gesprungen. Er habe von seiner Frau getrennt gelebt, die beiden Kinder seien jedoch mit dem Einverständnis der Mutter beim Vater gewesen. Offenbar hatte der Angst gehabt, die Kinder in einem Sorgerechtstreit an deren Mutter zu verlieren, wie die Staatsanwaltschaft in Gießen am Montag mitteilte. Die Mutter wird der Staatsanwaltschaft zufolge psychologisch betreut.

Die Leichen, die am Sonntag entdeckt worden waren, würden obduziert. Ein Zug sei nicht in das Unglück involviert, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Polizeihauptkommissar Wolfgang Keller (52), Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen, sagte der "Bild"-Zeitung: "Ein Mann ist vermutlich mit einem Mädchen und einem Jungen die 95 Meter hohe Rombachtalbrücke runtergesprungen und auf der Landstraße aufgeschlagen."

Die viel befahrene ICE-Strecke wurde nach Angaben der Deutschen Bahn knapp drei Stunden voll gesperrt, am Abend war der Abschnitt nach Auskunft der Bundespolizei wieder eingleisig befahrbar.

dpa/afp

Rubriklistenbild: © dpa

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