Schlechtester Wert seit 20 Jahren: Umfrage-Schock für die CSU

Schlechtester Wert seit 20 Jahren: Umfrage-Schock für die CSU

Sportschütze verurteilt

Waffenhandel im Darknet: Fünfeinhalb Jahre Haft 

Heidelberg - Weil er dutzende Schusswaffen illegal über das Darknet verkauft hat, muss ein 32-Jähriger für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis.

Vor dem Landgericht Heidelberg hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren für den 32 Jahre alten Sportschützen gefordert. Die Verteidigung plädierte dafür, dass der geständige Mann für den illegalen Waffenhandel im Darknet nicht länger als fünf Jahre hinter Gitter muss. 

Einig waren sich Verteidigung und Anklage am achten Prozesstag darin, dass der gelernte Optiker zwischen Januar 2014 und Oktober 2015 Dutzende Schusswaffen an Kunden aus dem In- und Ausland verkauft hat. Die illegalen Geschäfte seien im sogenannten Darknet, einem abgeschotteten Bereich des Internets, abgewickelt worden.

Verurteilt wurde am Donnerstag zu fünfeinhalb Jahren. Der als Darknet bezeichnete anonyme Bereich des Internets sei „hochgefährlich“, sagte der Vorsitzende Richter.

Er verkaufte auch Waffen der Marke Glock

Die Verteidigung argumentierte, der Waffenliebhaber habe den Handel aufgezogen um die eigene Kollektion an Schusswaffen zu finanzieren. Dass die von ihm verbreiteten Sturmgewehre, Maschinenpistolen und auch Pistolen der Marke Glock viel Leid verursachen könnten, habe ihr Mandant „ausgeblendet“, sagte Rechtsanwältin Andrea Combé.

Aus Sicht von Staatsanwältin Anna Römhild hatte der Angeklagte ohne Skrupel seine Geschäftsinteressen verfolgt. So hätten sich unter seinen Kunden gewaltbereite Männer befunden, darunter etwa ein Sympathisant der Terrormiliz Islamischer Staat und ein Rechtsextremist. Deutlich werde die Gefahr des illegalen Waffenhandels auch am Beispiel des Amokläufers von München. Der Täter hatte laut Polizei im Darknet nach einer Glock-Pistole gesucht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Gruppenvergewaltigung von Mädchen (13): Verdächtiger in Bulgarien gefasst
In einem Waldstück in Velbert sollen sich mindestens acht Schüler an einem 13 Jahre alten Mädchen vergangen und die Tat gefilmt haben. Nun hat die Polizei einen …
Nach Gruppenvergewaltigung von Mädchen (13): Verdächtiger in Bulgarien gefasst
„Mini-Tsunami“ schockt auch Mallorca-Fischer: „Noch nie gesehen“
Ein spektakulärer „Mini-Tsunami“, der das Meer vor Mallorca ungewöhnlich stark aufgewühlt hat, sorgt bei Urlaubern und Einheimischen für Gesprächsstoff.
„Mini-Tsunami“ schockt auch Mallorca-Fischer: „Noch nie gesehen“
Leiche im Main identifiziert: Polizei vor Rätsel um 16-jährigen Toten
Leiche im Main identifiziert: Polizei Frankfurt vor Rätsel um 16-jährigen Toten aus Offenbach.
Leiche im Main identifiziert: Polizei vor Rätsel um 16-jährigen Toten
Nach Höhlen-Drama: Thai-Fußballer wieder zuhause
Das Höhlendrama glücklich beendet und jetzt auch zurück bei den Eltern: Die jungen Fußballer aus Thailand sind alle wieder gesund. Beim Abschied aus der Klinik zeigen …
Nach Höhlen-Drama: Thai-Fußballer wieder zuhause

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.