Immer noch keine Einigung bei Nato über Libyen

Brüssel - Die 28 Nato-Staaten haben sich immer noch nicht darüber geeinigt, ob das Nordatlantische Bündnis eine Flugverbotszone über Libyen überwachen soll.

“Die Verbündeten setzen ihre Beratungen fort. Es ist noch keine Entscheidung gefallen“, sagte Nato-Sprecherin Oana Lungescu am Mittwoch in Brüssel. Die Diskussionen würden “in konstruktivem Geist“ geführt.

Militärschlag gegen Libyen: Die Bilder

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Die Botschafter der Nato-Staaten versuchen bereits seit Samstag, sich über die Rolle der Allianz in dem Konflikt zu einigen. Frankreich lehnt eine Führungsrolle der Nato ab und will, dass die Kommandostruktur des Bündnisses lediglich zur Unterstützung der bereits im Einsatz befindlichen “Koalition“ genutzt wird. Diese wird von Frankreich, den USA und Großbritannien geführt. Die USA wollen eine “Schlüsselrolle“ für die Nato. Andere Staaten lehnen eine Führungsrolle Frankreichs ab oder verlangen ausdrücklich eine Führung durch die Nato.

Die Nato hatte sich am Dienstag auf eine Seeblockade zur Verhinderung von Waffenlieferungen an Libyen geeinigt. Daraufhin hatte Deutschland, das an einem Militäreinsatz gegen Libyen nicht teilnimmt, seine Schiffe dem Nato-Befehl entzogen. Lungescu sagte, die Entscheidung zur Durchsetzung des Waffenembargos zeige, “dass die Nato einig und handlungsfähig ist“.

dpa

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