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Omikron-Infektion trotz Booster: Erste Mini-Studie mit Deutschen erhärtet Verdacht

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Von: Franziska Schwarz

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Ein 3D-Modell von 2019 des neuartigen Coronavirus.
Zu Impfdurchbrüchen trotz Corona-Booster gab es nun eine Untersuchung in Südafrika. © YAY Images/Imago

Die Untersuchung aus Südafrika erhärtet einen Verdacht zu der Corona-Variante Omikron. Die Wissenschaftler vermelden dabei aber auch Positives.

Kapstadt - Gegen Omikron sind die Corona-Impfstoffe anders wirksam als gegen Delta. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rät unter allen Umständen zur Booster-Impfung: Drei Dosen bringen einen sehr guten Schutz gegen einen schweren Covid-Verlauf. Gegen eine Infektion nicht. Impfdurchbrüche bei Zweitgeimpften sind keine Seltenheit. Aber wie sieht es mit Geboosterten aus?

Dazu gibt es jetzt eine Untersuchung. Das 11-köpfige Wissenschaftlerteam spricht von der ersten dieser Art und publizierte sie am 18. Januar im Fachmagazin The Lancet. Der Titel, aus dem Englischen übersetzt: „Impfdurchbrüche mit Omikron trotz Booster-Impfung“.

Die sieben Probanden (fünf Frauen und zwei Männer) waren Deutsche, die sich während der Fallstudie in Kapstadt in Südafrika aufhielten. Sie bildeten zwei einander nicht bekannte Gruppen: Vier von ihnen durchliefen eine Station ihrer medizinischen Ausbildung, die anderen drei machten Urlaub.

21-Tage-Omikron-Studie mit geboosterten Deutschen

Alle hatten in Deutschland zuvor ihre Auffrischimpfung („Booster“) erhalten. Ihre PCR-Tests bei der Ankunft in Kapstadt fielen negativ aus. Zwischen dem 30. und 2. Dezember 2021 stellten sie dann Atemwegssymptome an sich fest und wurden anschließend positiv auf Omikron getestet, heißt es in dem Bericht. Sie begaben sich in häusliche Isolation und führten während der 21 Tage der Beobachtung Tagebuch über ihre Symptome.

Das Ergebnis der Forscher: Die Verläufe waren bei allen mild bis moderat („moderat“ hier definiert mit Kurzatmigkeit als Symptom). Zwei der Probanden waren nach den 21 Tagen wieder ohne Symptome, heißt es in dem Bericht für The Lancet. Keiner der Teilnehmenden musste in eine Klinik eingewiesen werden.

Studie zu Booster: „Guter Schutz vor schwerem Verlauf“

Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler: Die Fälle legten nahe, dass Omikron die Immunität durch mRNA-Impfstoffe (Beispiele sind Biontech oder Moderna) umgehen könne. Allerdings betonten sie, dass das Boostern offenbar einen „guten Schutz vor einer schweren Erkrankung“ bietet, da sie nur milde Fälle beobachteten.

Die Aussagekraft der Studie sei aufgrund der wenigen Teilnehmenden - die überdies relativ jung (25 bis 39 Jahre) und ohne Vorerkrankungen waren - eingeschränkt. Die Durchbruchsinfektionen bei den Teilnehmenden wurden zwischen 22 und 59 Tage nach ihrem Booster beobachtet. (frs)

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