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Omikron BA.5: Symptome, Inkubationszeit und Verlauf – Alles zum Corona-Subtyp

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Von: Yannick Hanke

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Die Corona-Pandemie ist nicht vorbei, das zeigt die Entdeckung vom Omikron-Subtyp BA.5. Wie äußern sich hier Symptome, Verlauf und Inkubationszeit?

Berlin/Lissabon – Corona-Regeln fallen flächendeckend, das kulturelle Leben kehrt zurück – dabei ist Pandemie noch längst nicht überstanden. Das macht die Entdeckung des Omikron-Subtypen BA.5 in Portugal deutlich. Die Corona-Variante bereitet Weltärzte-Chef Frank Ulrich Montgomery ernste Sorgen, er warnt vor einer Ausbreitung in Deutschland. Doch was ist überhaupt schon über Omikron BA.5 bekannt? Wie verhält es sich hier mit Impfstoffen, der Inkubationszeit, Symptomen sowie dem Verlauf?

Omikron BA.5: Neuer Corona-Subtyp bereitet Karl Lauterbach und Weltärztechef große Sorgen

Montgomery blickt mit sorgenvoller Miene auf die Omikron-Subvariante BA.5. Sie werde sich auch in Deutschland ausbreiten, auch Geimpfte würden an ihr erkranken, die zu steigenden Zahlen bei den Krankschreibungen führen könnten, die seit dem 1. Juni 2022 nicht mehr möglich. Doch hätten Geimpfte zumindest mit deutlich milderen Symptomen zu kämpfen. „Je klüger wir uns jetzt verhalten, umso weniger drastische Maßnahmen brauchen wir in Herbst und Winter. Freiwillig Maske tragen, wo auch immer viele Menschen zusammenkommen“, lautet der Ratschlag vom Weltärzte-Chef gegenüber der „Rheinischen Post“.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schlägt hinsichtlich der in Portugal entdeckten Omikron-Subvariante BA.5 in eine ähnliche Kerbe. Der nicht zuletzt hinsichtlich der Affenpocken als Mahner bekannte Lauterbach spricht von einer möglichen Corona-Welle im nächsten Herbst. Der studierte Mediziner verweist zudem auf eine Laborgrafik, die den Anteil der Omikron-Variante BA.4 und BA.5 „im süddeutschen Einzugsgebiet“ mit rund 15 Prozent ausweist

Omikron BA.5: Wie gefährlich ist der Corona-Subtyp – und wie ist er entstanden?

Doch welche Gefahr geht tatsächlich von der Omikron-Subvariante BA.5 aus? Um der Sache auf den Grund zu gehen, empfiehlt es sich zunächst einmal, die Entstehung des Subtypen anzuschauen. Sowohl BA.5 als auch BA.4 sind Omikron-Varianten mit eigenem Ursprung. Sie stammen also nicht von BA.1, BA.2 oder BA.3 ab, sondern haben vielmehr den gemeinsamen Omikron-Vorläufer, die Ur-Variante, also ihren Ursprung.

Die Omikron-Varianten weisen zusätzlich eine Mutation am sogenannten Spike-Protein auf, wodurch ihre Virulenz, also ihre Ansteckungsfähigkeit, erhöht wird. Darauf hatte bereits Virologe Christian Drosten auf Twitter verwiesen. Zudem würden „die neuen Daten aus Portugal zeigen, dass BA.4 und BA.5 definitiv einen Wachstumsvorteil gegenüber Omikron BA.1 und Omikron BA.2 haben müssen“. Das sagt Virologe Christoph Steininger von der Med-Uni Wien gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“.

Eine Frau hustet mit Corona-Maske und eine Mitarbeiterin in einem Impfzentrum
Corona: 2,5 Prozent der Infektionen in Deutschland sind bereits auf den Subtyp BA.5 zurückzuführen. © Sorapop Udomsri/imago/Sebastian Kahnert/dpaMontage

Omikron BA.5: Lässt der Corona-Subtyp die Fallzahlen wieder ansteigen?

Der Omikron-Subtyp BA.5 kann, muss aber nicht zwangsläufig zu einem drastischen Anstieg der Fallzahlen führen. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) bleibe der Infektionsdruck in Deutschland hoch, die aktuelle Verbreitung der Sublinien würde sich aber nicht extrem auf die Zahlen auswirken. Weiterhin vorherrschend in Deutschland ist die Omikron-Variante BA.2, die mitunter spezielle Symptome aufweist, mit 97,4 Prozent. Darauf verweist das RKI.

Omikron BA.5: Welche Symptome deuten auf eine Infektion mit Corona-Subtyp hin?

Ein neuer Omikron-Subtyp wie BA.5 wirft auch die Fragen nach damit verbundenen Symptomen auf. Bei BA.1 und BA.2 galt und gilt: in der Regel fällt der Krankheitsverlauf mild aus, nur selten treten hier nach einer Infektion auch schwere Symptome auf. Entsprechende Impfungen, allen voran die Booster-Impfung, tragen natürlich einen großen Teil dazu bei.

Bei diesen Omikron-Varianten ist meist von Schnupfen und Kopfschmerzen die Rede, in seltenen Fällen kommt es zu Fieber. Bei den neueren Omikron-Subtypen tritt laut Virologen hingegen wieder vermehrt Husten auf, die Symptome seien ähnlich wie bei einer Bronchitis. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) würden Spezialisten aktuell untersuchen, in welchem Ausmaß sich BA.4 und BA.5 mit Blick auf Ausbreitungsgeschwindigkeit und Krankheitsverlauf von den bisherigen Varianten unterscheiden.

Omikron BA.5: Wie fällt die Inkubationszeit beim Corona-Subtypen aus?

Da die Forschung den Omikron-Subtypen derzeit noch intensiv untersucht, kann über die Inkubationszeit von BA.5 nur gemutmaßt werden. Fakt ist: Im direkten Vergleich kann die Inkubationszeit bei Omikron BA.1 und Omikron BA.2 schon mal unterschiedlich ausfallen. In einem zeitlichen Spektrum von drei bis sechs Tagen ist bei der neuen Corona-Variante alles im Bereich des Möglichen. So gesehen könnte es in der Theorie fast eine Woche dauern, ehe sich die ersten Symptome nach einer Infektion mit BA.5 zeigen.

Omikron BA.5: Wie stark ist der Corona-Subtyp bereits in Deutschland verbreitet?

In Deutschland wurden bereits Omikron BA.4 und BA.5 nachgewiesen. In seinem Wochenbericht vom 25. Mai 2022 macht das RKI deutlich, wie schnell sich vor allem der Omikron-Subtyp BA.5 ausbreitet. Der Anteil dieser Corona-Variante hätte sich in einem Zeitraum von zwei Wochen fast verfünffacht. Die Rede ist von 2,5 Prozent der Corona-Infektionen in Deutschland, bei denen BA.5 nachgewiesen wurde.

Omikron BA.5: Wie gut schützen die Impfstoffe vor dem Corona-Subtypen – und gibt es bald neue?

Wie es von der WHO heißt, würden Spezialisten aktuell aber auch die Wirksamkeit der aktuellen Impfstoffe gegen den neuen Omikron-Subtypen BA.5 untersuchen. Gleichzeitig arbeiten die Impfstoffhersteller mit Hochdruck an einem sogenannten Pan-Impfstoff. Hiermit ist ein Vakzin gemeint, das möglichst viele Corona-Varianten abdeckt – und damit im Idealfall auch den Omikron-Subtypen BA.5.

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