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Mehr als 40 Inder sind an selbstgebranntem Schnaps gestorben.

Mumbai

40 Inder sterben an gepanschtem Schnaps

Mumbai - Schwarzgebrannter ist in Indien überall zu haben. Er ist hochprozentig, billig und oft mit giftigem Industrie-Alkohol versetzt. Dutzende Menschen starben jetzt in Mumbai.

Nach dem Konsum von gepanschtem Schnaps sind mindestens 41 Menschen in Indien gestorben. Die Opfer seien vor allem Bauarbeiter, Tagelöhner und Rikscha-Fahrer aus einer Slum-Gegend in Mumbai (früher Bombay), sagte ein Polizeisprecher am Freitag. 23 weitere Männer lägen in Krankenhäusern, viele davon befänden sich in einem kritischen Zustand.

Der Konsum von Schwarzgebranntem ist in Indien weit verbreitet. Ein halber Liter ist oft schon für 20 Rupien (28 Cent) zu haben. Immer wieder wird der Schnaps mit dem Industrie-Alkohol Methanol vermischt, was zu schweren Vergiftungen führen kann. Erst im Januar starben 38 Menschen, nachdem sie gepanschten Alkohol getrunken hatten.

In Mumbai berichteten Zeugen der Polizei, die Männer hätten sich übergeben, nachdem sie am Mittwoch von dem Schnaps getrunken hätten. Viele klagten den Angaben zufolge außerdem über Bauchschmerzen und seien plötzlich zusammengebrochen. Am Donnerstag habe es die ersten Toten gegeben.

Die Polizei nahm drei Verdächtige fest. Proben des Schnapses sollten nun untersucht werden, ergänzte der Polizeisprecher. Nach offiziellen Angaben sterben in Indien jedes Jahr rund 1000 Menschen durch gepanschten Alkohol. In vielen Gegenden des Subkontinents gebe es quasi in jedem Dorf ein oder zwei Destillerien, berichtete die Zeitung „New Indian Express“. Schätzungen gehen davon aus, dass zwei Drittel des in Indien getrunkenen Alkohols illegal sind.

dpa

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