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Auch nach der Vergewaltigung der Nonne gingen wieder zahlreiche Menschen auf die Straße, um gegen die grausame Tat zu demonstrieren.

Wieder entsetzliches Verbrechen in Indien

Erste Festnahme nach Vergewaltigung von Nonne

Neu Delhi - Knapp zwei Wochen nach der brutalen Vergewaltigung einer Nonne im indischen Bundesstaat Westbengalen hat die Polizei einen ersten Verdächtigen festgenommen.

Die Ermittler hätten den Mann in seinem Versteck in der westindischen Stadt Mumbai aufgespürt, er werde nun zum Verhör ins Hauptquartier von Indiens höchster Ermittlungsbehörde nach Kolkata gebracht, sagte ein Polizeivertreter am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Die über 70 Jahre alte Nonne war von einem halben Dutzend Einbrecher in ihrer Klosterschule angegriffen und so schwer verletzt worden, dass sie operiert werden musste. Die Polizei ermittelt wegen Gruppenvergewaltigung. Vier der sechs Täter konnten mit Hilfe von Überwachungskameras identifiziert werden, doch zunächst konnte lange niemand festgenommen werden. Die fehlenden Fortschritte bei den Ermittlungen der örtlichen Polizei lösten heftige Proteste aus, daraufhin übergab die Regierung Westbengalens den Fall an die Zentrale Ermittlungsbehörde (CBI).

Der Angriff auf die Nonne reiht sich nicht nur ein in eine lange Liste grausamer sexueller Übergriffe auf Frauen in Indien. Er schürt auch die Angst der christlichen Minderheit vor wachsender Gewalt radikaler Hinduisten gegen Anhänger anderer Religionen. Der indische Premierminister Narendra Modi hatte die Vergewaltigung verurteilt. Kritiker werfen dem Hindunationalisten aber vor, zu lange zu Übergriffen auf Christen und andere religiösen Minderheiten geschwiegen zu haben.

AFP

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