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Seit vier Jahrzehnten engagiert sich Tiphagne für die Menschen, die in Indien, der größten Demokratie der Welt, ihre Rechte kaum wahrnehmen können. Dafür wird Tiphagne nun mit dem Menschenrechtspreis von Amnesty International in Deutschland ausgezeichnet.

Wir setzen uns für die Ärmsten der Armen ein“

Indischer Menschenrechtsaktivist erhält Amnesty-Preis

Berlin/Neu Delhi - Der Rechtsanwalt und Aktivist Henri Tiphagne erhält Menschenrechtspreis von Amnesty International in Deutschland für seinen unermüdlichen Kampf gegen Unrecht.

Er kämpfe seit Jahrzehnten unermüdlich und mutig gegen Folter und Diskriminierung auf dem Subkontinent, erklärte Amnesty am Montag in Berlin.

„Wir setzen uns für die Ärmsten der Armen ein“, sagte Tiphagne. Die allermeisten davon seien entweder Muslime, Angehörige von Stammesvölkern oder Dalits. Diese stehen ganz am unteren Ende der Kastenhierarchie in dem überwiegend hinduistischen Land - und wurden früher als Unberührbare beschimpft.

Der 60-Jährige Tiphagne wurde in Tamil Nadu im Süden Indiens geboren und von einer französischen Ärztin adoptiert. Als Anwalt baute er die Organisation People's Watch auf, die Menschenrechtsverletzungen dokumentiert, Betroffene vor Gericht vertritt und Kinder in Schulen über ihre Rechte informiert.

Tiphagne saß mehrfach im Gefängnis. Seine Organisation People's Watch werde von den Behörden drangsaliert, erklärte Amnesty. „Der Spielraum für die Arbeit von Aktivisten wird derzeit geringer“, sagte Tiphagne. Jüngst ließ die Regierung dreimal die Konten seiner Organisation für 180 Tage einfrieren, so dass sie ihre Arbeit einstellen musste.

dpa

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