Stattliches Vermögen für "Chunmun"

Indisches Ehepaar macht Affen zum Alleinerben

Neu-Delhi - Ein reiches Ehepaar in Indien hat seinen über alles geliebten Hausaffen als Alleinerben eingesetzt. Im Todesfall seiner Besitzer würde das Tier namens "Chunmun" ein stattliches Vermögen bekommen.

"Die Leute sagen vielleicht, dass wir verrückt sind, sie mögen sich sogar über uns lustig machen", sagte Shabista Srivastava am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Aber wir wissen, wie teuer "Chunmun" uns ist", fügte die 45-Jährige hinzu, die mit ihrem Mann Brajesh Srivastava kinderlos geblieben ist. "Chunmun" sei wie ein Sohn für sie.

Sie und ihr Mann wollten sicherstellen, dass "Chunmun" sein Leben so weiter führen könne wie bisher, auch wenn sie nicht mehr sein sollten, sagte Shabista weiter. Das Paar wurde von beiden Familien verstoßen, weil es gegen deren Willen geheiratet hatte. 2004 adoptierten die Srivastavas den Affen.

Damals waren sie nach eigenen Angaben noch arm, konnten inzwischen aber ein Vermögen aufbauen. Ihnen gehört das Haus im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh, in dem sie leben, sowie Land und Ersparnisse. Während Shabista eine erfolgreiche Anwältin ist, besitzt ihr 48-jähriger Mann mehrere Firmen, darunter ein Kabelfernseh-Netzwerk und eine Getreidemühle - alle sind nach "Chunmun" benannt.

Der Affe hat ein eigenes klimatisiertes Zimmer, das er mit seiner Affenfrau Bitti teilt. Das Pärchen frisst gern chinesische Gerichte und trinkt dazu Tee und Mangosaft, wie Shabista berichtete. Jedes Jahr lädt sie hunderte Freunde zu einer Party zum "Hochzeitstag" der Affen ein.

Der heute zehnjährige "Chunmun" könnte seine "Adoptiveltern" tatsächlich überleben: Affen können bis zu 40 Jahre alt werden. Aber auch für seinen Tod haben die Besitzer vorgesorgt. Dann soll das restliche Vermögen in die Fürsorge für Affen fließen - die Tiere werden in Indien oft misshandelt.

AFP

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