Mehr als 250 Tote

Nach 20 Jahren: Mumbai-Attentärer verurteilt

1993 starben mehr als 250 Menschen bei koordinierten Bombenattentaten in Mumbai. Nun, nach 20 Jahren, wurden sechs Männer deswegen verurteilt.

Mumbai - Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Anschlagsserie von Mumbai mit mehr als 250 Toten hat ein indisches Gericht sechs Männer verurteilt. Sie wurden am Freitag für schuldig befunden, in die koordinierten Bombenattentate unter anderem gegen die Börse in Mumbai, die Niederlassung von Air India und ein Luxushotel verwickelt gewesen zu sein. 257 Menschen wurden damals getötet und rund 700 verletzt. Für die Taten wurden Mitglieder der muslimischen Minderheit verantwortlich gemacht. 

Das Sondergericht in Mumbai stellte die Schuld in mehreren Anklagepunkten fest, etwa dem Transport von Waffen. Von dem schwerwiegendsten Vorwurf des "Krieges gegen die Nation" wurden die sechs Angeklagten hingegen freigesprochen. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt festgesetzt werden. 

Im Juli 2015 war einer der Attentäter, Yakub Memon, hingerichtet worden. Auch in den Fall verwickelt war der Filmstar Sanjay Dutt. Er saß rund vier Jahre im Gefängnis, weil er von Mafiabossen Waffen erworben hatte, die hinter der Anschlagsserie stecken sollen.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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