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Zwei Frauen suchen in der Passagierliste des Unglücksschiffes nach den Namen ihrer Angehörigen. Foto: Stringer

Indonesien: Dutzende Vermisste nach Schiffsunglück

Vor Indonesien kentert ein Schiff mit mehr als 100 Passagieren an Bord. Trotz hoher Wellen retten Helfer viele Überlebende aus dem Wasser - doch die meisten Schiffbrüchigen werden zunächst weiter vermisst.

Jakarta (dpa) - Nach einem Schiffsunglück vor der indonesischen Insel Sulawesi haben Rettungskräfte 37 Passagiere vor dem Ertrinken gerettet. Nach weiteren 78 Menschen werde gesucht, sagte Sutopo Purwo Nugroho, Sprecher der örtlichen Behörde für Katastrophenschutz am Sonntag.

Demnach wurden drei Tote geborgen. Das Schiff war mit 118 Menschen an Bord am Samstag aus dem Hafen von Kolaka im Norden Sulawesis ausgelaufen. Auf dem Weg nach Siwa im Südosten der Insel drang Wasser ein. Die Besatzung setzte einen Notruf ab.

Nach Angaben der Behörden erschwerten bis zu fünf Meter hohe Wellen die Suche nach Überlebenden. Einige der vermissten Passagiere sollen Berichten zufolge von Anwohnern gefunden und nach Hause gebracht worden sein. Die Katastrophenschutzbehörde wollte die Angaben überprüfen.

Vier der Schiffbrüchigen wurden von einem indonesischen Fischer aus dem Wasser gezogen, wie der Sender TV One berichtete. Sie trieben in Rettungswesten im Wasser, als der Mann sie entdeckte und auf sein Boot holte. Unter ihnen war auch ein vierjähriger Junge.

Dem Nachrichtenportal Tempo.co zufolge könnte ein Unwetter Ursache für das Unglück sein. Es habe Winde und Strömungen gegeben, hieß es unter Berufung auf die örtliche Wasserpolizei.

Tempo.co (Indonesisch)

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