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Erneute hat der Vulkan Lokon in Indonesien Asche und heiße Gase in die Luft gespuckt.

Indonesien: Vulkan spuckt wieder Asche

Tomohon/Indonesien - Der derzeit ungewöhnlich aktive indonesische Vulkan Lokon hat am Montag erneut heiße Gase und Asche gespuckt. 600 Meter weit schoss die Wolke in die Luft.

Bei einem größeren von zwei Ausbrüchen habe der Vulkan am Nachmittag (Ortszeit) eine Aschewolke etwa 600 Meter in die Höhe geschleudert, sagte der staatliche Vulkanologe Farid Ruskanda Bina, der den in der nördlichen Provinz Sulawesi gelegenen Lokon vor Ort beobachtet. Demnach ereigneten sich die Eruptionen in einem Abstand von zehn Minuten.

Verletze oder Sachschäden habe es nicht gegeben, sagte ein Sprecher des nationalen Katastrophenschutzes. Indes klagen einige Bewohner der örtlichen Provinzhauptstadt Manado über von starkem Rauch und herabfallender Asche ausgelöste Atemwegsbeschwerden.

Der über viele Jahre inaktive Vulkan ist seit der vergangenen Woche mehrmals ausgebrochen. Die größte Eruption ereignete sich am Sonntag, als eine Aschewolke mehr als 3.500 Meter über den Kraterrand hinaus in den Himmel stieg.

Die Region rund um den Vulkan wurde bereits in der vergangenen Woche evakuiert, etwa 5.200 Menschen sind in Notunterkünften untergebracht. Auf den fruchtbaren Hängen des Mount Lokons leben mehr als 33.000 Menschen, mit dem Anbau von Kaffee und Gewürznelken verdienen sie sich ihren Lebensunterhalt.

Der Mount Lokon ist einer von rund 129 aktiven Vulkanen in Indonesien. Bei seinem letzten großen Ausbruch im Jahr 1991 kam ein Wanderer aus der Schweiz ums Leben, tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

dapd

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