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Mehr als 14.000 Zusagen sind auf der Facebook-Seite schon eingegangen.

Inoffzielle Loveparade in Berlin geplant? 

Berlin - Ein Jahr ist es her, dass bei der Loveparade in Duisburg 21 Menschen gestorben sind. Jetzt wollen Fans des Techno-Festivals die Parade wiederbeleben. Bei Facebook laden sie zu einer Neuauflage in Berlin ein.

Auf der Facebook-Seite "Love Parade 2011" gibt es bereits 14.000 Zusagen. Das offizielle Ziel: Die Loveparade wieder nach Berlin holen. Als Datum ist der kommende Samstag (24. Juli) von 14:00 Uhr bis Mitternacht eingetragen. Über das soziale Netzwerk wurden mehr als 91.000 Einladungen verschickt.

Offenbar entwickelt sich bereits eine Eigendynamik und die Polizei bereitet sich auf das Event vor. Auf Anfrage teilten ein Sprecher der Behörde mit: "Die Polizei in Berlin ist für Recht und Ordnung zuständig und das werden wir auch durchsetzen." 

Dr. Motte, der Gründer der Loveparade, hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet und warnt eindringlich vor der Veranstaltung. Auf seiner Website bezieht er klar Stellung und äußert erhebliche Sicherheitsbedenken: "Ich sehe keine ordentliche Planung, kein Sicherheitskonzept. Die Sicherheit von Leib und Seele muss immer an erster Stelle stehen."

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Dieser Aufruf bleibt vor allem nach dem Drama aus dem Vorjahr in Duisburg auch bei den Verantwortlichen der Facebook-Seite nicht ungehört. Sie reagierten bereits auf die Kritik des Loveparade-Gründers und teilten via Facebook mit: "Wir teilen die Bedenken von Dr. Motte." Die Veranstalter rufen dazu auf, am Samstag nicht nach Berlin zu kommen. Auch die Polizei hofft unterdessen, dass die Absage der Loveparade bei den Facebook-Fans angekommen ist.

Offiziell angemeldet war die Berliner Raverparty weder bei der Polizei noch beim zuständigen Bezirksamt in Berlin-Mitte. Im Bezirksamt äußerte sich der stellvertretende Bezirksbürgermeister verwundert über eine geplante Loveparade. “Offiziell ist mir ein solcher Antrag nicht bekannt“, sagte Carsten Spallek. Eine solche Veranstaltung, zu der Menschenmassen kämen, hätte beim Bezirksamt angemeldet werden müssen, damit entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. “Ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein Flashmob ungenehmigt laufen gelassen wird.“

Die Planungen, die Loveparade wieder nach Berlin zu holen, gibt es offenbar schon länger. Wie Dr. Motte auf seiner Homepage schreibt, wurde er bereits kurz nach der Tragödie im vergangenen Jahr in Duisburg kontaktiert und um Hilfe bei der Organisation gebeten. Den Veranstalter ist es offenbar ernst, so Dr. Motte. "Sie baten entweder um meine Unterstützung oder stellten, wie erst kürzlich, sofort klar, sie würden es durchziehen."

jb/dpa

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