1. Startseite
  2. Welt

Iraks Regierung verurteilt Mord an Diplomaten

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

- Bagdad/Kairo - Die irakische Übergangsregierung denkt nach der Ermordung von zwei algerischen und eines ägyptischen Diplomaten darüber nach, die ausländischen Truppen in den Schutz von Diplomaten in Bagdad einzubeziehen. Außenminister Hoschiar Sebari sagte am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem amerikanischen Botschafter Zalmay Khalilzad, er habe mit dem Botschafter über den Schutz der Diplomaten gesprochen "und darüber, wie man die Koalitionstruppen dabei nutzen könnte". Die Terrorgruppe von Abu Mussab al-Sarkawi hatte die beiden Algerier am Donnerstag und den ägyptischen Botschafter zwei Wochen zuvor getötet.

Einige in Bagdad ansässige Diplomaten, deren Staaten die amerikanisch-britische Irak-Invasion abgelehnt hatten, standen der Idee einer Bewachung durch die US-Truppen von Anfang an skeptisch gegenüber.

Die irakische Regierung verurteilte die Ermordung der Algerier als "feige Tat". Die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen, um diejenigen zu finden, "die einen Keil zwischen den Irak und seine Brüder und Freunde treiben wollen".

Bei einer Razzia amerikanischer und irakischer Soldaten in Mahmudija und Jussifija südlich von Bagdad wurden am Donnerstag nach Angaben der irakischen Armee vier Aufständische getötet und sechs weitere verletzt. Die Soldaten nahmen 33 Verdächtige fest. In Bagdad schossen Aufständische am Eingang der Dura-Raffinerie einen Kerosintank auf einem Zug in Brand. Nach Angaben von Augenzeugen wurden mehrere Passanten getötet oder verletzt.

Staatspräsident Dschalal Talabani lobte unterdessen die Untersuchungsrichter, die mit der Vorbereitung der Prozesse gegen Ex-Präsident Saddam Hussein und andere Spitzenfunktionäre des alten Regimes befasst sind. "Ich finde, dass sie sehr wohl in der Lage sind, mit den Angeklagten auf menschliche Art und Weise umzugehen und Geständnisse zu erhalten, ohne sich unzivilisierter oder provokativer Methoden zu bedienen", sagte er nach einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Sondertribunals, Raed Juhi.

Auch interessant

Kommentare