Aus assyrischer Zeit

IS zerstört 2600 Jahre alte einzigartige Kulturgüter 

Mossul - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im Norden des Iraks einzigartige Kulturgüter aus altorientalischer Zeit zerstört. Darunter ist eine assyrische Türhüterfigur, die mehr als 2600 Jahre alt ist.

Ein Internetvideo der Extremisten zeigt, wie IS-Anhänger im Museum der Stadt Mossul und an der Grabungsstätte Ninive bedeutende Bildwerke aus der Antike zertrümmern. Experten bestätigten der Deutschen Presse-Agentur, dass es sich bei vielen der zerstörten Stücke um Originale handelt.

Die Türhüterfigur sei eine „Ikone der altorientalischen Bildkunst“, sagte Markus Hilgert, Direktor des Vorderasiatischen Museums in Berlin, am Donnerstag. „Das ist so, als würde jemand die Sphinx in Ägypten zerstören.“ Die Figur ist laut Experten Teil des assyrischen Nergal-Tores aus dem siebten Jahrhundert vor Christus. Es gehörte zur Befestigung von Ninive, dem Zentrum des assyrischen Reiches.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Explosion in Mehrfamilienhaus verletzt sechs Menschen
Offenbar unsachgemäßer Umgang mit Gaskartuschen hat in einem Mehrfamilienhaus in Flensburg eine Explosion ausgelöst. Sechs Menschen wurden dabei am späten Sonntagabend …
Explosion in Mehrfamilienhaus verletzt sechs Menschen
Illegales Autorennen? Mutmaßliche Raser in Hagen vor Gericht
Zwei Autos rasen durch Hagen, prallen schließlich in den Gegenverkehr. Jetzt wird der folgenschwere Unfall vor Gericht verhandelt. Sind die beiden Angeklagten ein …
Illegales Autorennen? Mutmaßliche Raser in Hagen vor Gericht
Temperaturrekord vom Sonntag kippelt schon
Der bisherige Hitzerekord des Jahres wurde am Samstag geknackt - und am Sonntag gleich wieder überboten. Aber auch dieser wackelt schon.
Temperaturrekord vom Sonntag kippelt schon
Tote bei Massenpanik in Honduras
Tegucigalpa (dpa) - Bei einer Massenpanik vor dem Endspiel um die Fußballmeisterschaft von Honduras sind am Nationalstadion in Tegucigalpa mindestens fünf Menschen ums …
Tote bei Massenpanik in Honduras

Kommentare