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Für zwei Minuten erstarrte das Leben sogar auf den Straßen.

Präsident warnt vor Bedrohungen

Israel: Schweigeminuten für Holocaust-Opfer

Jerusalem - Für zwei Minuten ist das Leben in Israel erstarrt, um der Holocaust-Opfer zu gedenken. Präsident Schimon Peres nutzte den Gedenktag, um vor aktuellen Bedrohungen zu warnen.

Bei zwei Schweigeminuten zum Gedenken an die Opfer des Holocaust sind Autofahrer und Fußgänger in Israel am Montag für zwei Minuten komplett im Stillstand verharrt. Während alle Sirenen im Land zur Mitte des Vormittags für 120 Sekunden heulten, gedachten die Menschen still den sechs Millionen Juden, die von den Nazis ermordet wurden.

Der Schoah-Gedenktag hatte in Israel am Sonntag zum Sonnenuntergang begonnen. In diesem Jahr standen 400.000 ungarische Juden, die 1944 den nationalsozialistischen Verbrechen zum Opfer fielen, im Zentrum der Erinnerung. In der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem legten israelische Würdenträger und Vertreter des Staates am Vormittag Kränze nieder.

Präsident Schimon Peres warnt vor Bedrohungen

Bei der Eröffnungszeremonie am Sonntagabend hatte Präsident Schimon Peres gemahnt, die ganze Welt müsse die Drohungen im Auge behalten, die vom Antisemitismus ausgehen. "Wir dürfen das Erstarken von eindeutigen Neonazis in rechtsextremen Parteien nicht gering schätzen, die eine Gefahr für jeden und eine Warnung an alle Völker darstellen", sagte Peres.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ergriff die Gelegenheit, erneut vor der Bedrohung zu warnen, die ein atomar bewaffneter Iran für Israel bedeuten würde. "Iran ruft zu unserer Zerstörung auf und entwickelt Nuklearwaffen", sagte er und forderte die Welt zum Handeln auf.

AFP

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