+
Erstmals wurde auf der ISS dort gezüchteter Salat gegessen.

Selbstversorger auf der ISS

Raumfahrer essen erstmals im All gezüchteten Salat

Moskau - Selbstversorger auf der ISS: Auf dem Speiseplan der Raumfahrer in der Internationalen Raumstation steht erstmals dort angebauter Salat.

Zwei Kosmonauten der Internationalen Raumstation ISS haben bei einem rund fünfeinhalbstündigen Einsatz im freien Weltall Antennen montiert und Staubproben von Solarzellen genommen. Gennadi Padalka und Michail Kornijenko montierten bei den anstrengenden Außenarbeiten in der Schwerelosigkeit auch am Modul „Swesda“ (Stern) ein spezielles Geländer für künftige Einsätze. Die beiden Russen hätten alle vorgesehenen Aufgaben erfüllt und seien problemlos wieder in die Luken der ISS rund 400 Kilometer über der Erde eingestiegen, teilte die Flugleitzentrale in Koroljow bei Moskau am Montag mit.

„Die Kosmonauten haben die Sonnensegel auf mögliche Schäden durch Weltraumschrott und Mikrometeoriten untersucht und dann mit Pinselstrichen Proben von kosmischem Staub genommen“, sagte ein Sprecher. Padalka und Kornijenko reinigten zudem ein Bullauge und fotografierten einige Stellen der ISS-Außenhaut. Sie entfernten auch eine zehn Jahre alte Antenne. Auf dem Außenposten der Menschheit arbeiten derzeit drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Japaner.

Auf ISS gezüchteter Salat

Während ihre beiden Kollegen draußen schufteten, konnten die restlichen Besatzungsmitglieder erstmals Gemüse essen, das in der ISS angebaut worden war. US-Astronaut Scott Kelly hatte den Salat am 8. Juli gesät - nun sei Erntezeit, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. „Schmeckt gut, ein wenig wie Rucola“, sagte Kelly, der Öl und Essig unter den Salat gemischt hatte. Er versprach, auch Portionen für die „Außenarbeiter“ Padalka und Kornijenko übrig zu lassen.

Die Pflanzen gedeihen auf der ISS unter rotem, blauem und grünem LED-Licht. Bisher war das in dem fliegenden Labor gewachsene Gemüse stets zur Untersuchung zur Erde gebracht worden. Analysen hätten ergeben, dass die auf der Station gezüchteten Pflanzen für den Verzehr geeignet seien, teilte die Nasa mit. Die Experimente sind Teil der Vorbereitung für einen Langzeitflug etwa zum Mars. Auf einer solchen Reise sollen sich Raumfahrer auch selbst versorgen können.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Eingang zur Unterwelt“: Forscher warnen vor blitzschnellem Tod in dieser Höhle
Schon in der Antike war den Römern der Eingang zu einer Höhle als todbringend bekannt und so setzten passenderweise ein Heiligtum des Pluto, dem Gott der Unterwelt an …
„Eingang zur Unterwelt“: Forscher warnen vor blitzschnellem Tod in dieser Höhle
Lotto am 24.02.2018: Das sind die aktuellen Lottozahlen vom Samstag
Lotto am 24.02.2018: Und? Haben Sie Glück gehabt? Das sind die aktuellen Lottozahlen vom Samstag. Acht Millionen Euro liegen heute im Jackpot.
Lotto am 24.02.2018: Das sind die aktuellen Lottozahlen vom Samstag
Schrecklicher Verdacht: Musste eine 15-Jährige wegen eines Saucenflecks sterben?
Zwei Teenager streiten sich in Dortmund-Hörde auf einem Parkdeck, bis eines der beiden Mädchen plötzlich ein Messer zückt – mit fatalen Folgen. Die 15-Jährige stirbt. …
Schrecklicher Verdacht: Musste eine 15-Jährige wegen eines Saucenflecks sterben?
Suche nach dem Kindermörder: DNA-Massentest hat begonnen
Wer hat den kleinen Nicky Verstappen vor 20 Jahren getötet? Jetzt hat ein DNA-Massentest begonnen - im niederländischen Grenzgebiet, dicht bei Aachen. Die Teilnehmer …
Suche nach dem Kindermörder: DNA-Massentest hat begonnen

Kommentare