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Auf einer Karte auf bayern.de ist zu sehen, wo in Bayern Mariä Himmelfahrt ein Feiertag ist.

Termin, Bedeutung und Brauchtum

Ist Mariä Himmelfahrt heute ein Feiertag? In diesen Bundesländern und Gemeinden schon

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Heute am 15.8.2017 ist Mariä Himmelfahrt? In welchen Bundesländern und Gemeinden ist es ein Feiertag? Und was ist die Bedeutung? Die Antworten gibt es hier.

Update vom 23. August 2017: Wann ist der Reformationstag 2017 und warum ist er ein dieses Jahr ein gesetzlicher Feiertag? Hier bekommen Sie alle Infos. 

München - Dienstag, der 15. August - dieser Tag dürfte in vielen Kalendern rot eingekreist sein. Oder eher rot hinterlegt? Denn an diesem Tag ist Mariä Himmelfahrt. Und um eine Frage dreht sich große Verwirrung: Ist das ein Feiertag? Wenn ja, in welchen Bundesländern? Das klären wir hier gerne für Sie auf. Und erläutern natürlich auch die Bedeutung von Mariä Himmelfahrt.

Mariä Himmelfahrt: Der Termin

Mariä Himmelfahrt findet immer am 15. August statt. 2017 ist das ein Dienstag. 

Brückentag-Fans wissen das eh schon längst - sie haben sich am 14. August einen Tag Urlaub eingereicht. Mit einem freien Brückentag am Montag, den 14. August, können nämlich vier Tage frei gemacht werden.

Christi Himmelfahrt war 2017 übrigens am 25. Mai.

Mariä Himmelfahrt ein Feiertag - in welchen Bundesländern und Gemeinden?

Fast alle Bundesländer gehen am 15. August leer aus und müssen arbeiten - bis auf zwei Ausnahmen. 

Im kompletten Saarland ist Mariä Himmelfahrt ein Feiertag. Und auch in weiten Teilen von Bayern. Auf eine verkürzte Arbeitswoche können sich jene freuen, die in einer Stadt mit überwiegend katholischer Bevölkerung leben. Wenn in einer bayerischen Gemeinde mehr Protestanten als Katholiken leben, ist dort Mariä Himmelfahrt hingegen kein Feiertag. Von den 2056 bayerischen Gemeinden betrifft das 352.

Die Festlegung beruhen auf den Ergebnisses der Volkszählung im Jahr 2011. Danach ist in 1704 von 2056 bayerischen Gemeinden Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag - auch in den Großstädten München, Augsburg, Würzburg, Regensburg und Ingolstadt.

Ein arbeitsfreier Tag ist Mariä Himmelfahrt auch für alle Bewohner Oberbayerns und Niederbayerns. Feiertagstimmung herrscht auch in 96 Prozent der oberpfälzischen Gemeinden und 87 Prozent der unterfränkischen Städte und Gemeinden, während in weiten Teilen Mittel- und Oberfrankens normaler Arbeitstag ist.

Und wenn Sie in Bayern leben und jetzt unsicher sind, ob Mariä Himmelfahrt bei Ihnen ein Feiertag ist bzw. ob Ihre Gemeinde überwiegend katholische Bevölkerung hat? Auch dann kann Ihnen geholfen werden. Auf statistik.bayern.de gibt‘s eine praktische Karte im PDF-Format, auf der die „Feiertags-Orte“ blau eingefärbt sind. Und jene, die in dieser Hinsicht Pech haben, weiß.

Mariä Himmelfahrt: Die Bedeutung des Feiertags

Die Katholiken begehen den Feiertag, der offiziell “Mariä Aufnahme in den Himmel“ heißt, mit Gottesdiensten und Kräutersegnungen: Es werden dabei zu Sträuße gebundene Kräuter gesegnet. Zudem gibt es vielerorts festliche Prozessionen. Maria als strahlende Königin, die in den Himmel aufgenommen wird - ein Bild, das unzählige Kirchen ziert, vor allem in Bayern. 

Mariä Himmelfahrt ist in der katholischen und in den orthodoxen Kirchen das höchste Fest zu Ehren der Muttergottes. Es ist vermutlich einer der ältesten Feiertage Europas mit Wurzeln bis in die Antike. Schon zu Zeiten des römischen Imperiums war der 15. Tag des achten Monats Feiertag - an diesem Tag hatten wegen der großen Sommerhitze in Italien auch die Sklaven frei.

In Italien heißt der Feiertag “Ferragosto“ - eine Verballhornung des lateinischen „Feriae Augusti“ - Augustusferien. Traditionell planen die Italiener ihren Sommerurlaub um Ferragosto. Außer in Italien ist der 15. August auch in vielen anderen südeuropäischen Ländern staatlicher Feiertag - so in Portugal und Griechenland.

Die Kirche begann die „Entschlafung“ Mariens im vierten Jahrhundert zu feiern. Nach altem Glauben fuhr Maria nach ihrem Tod körperlich unversehrt in den Himmel auf - was Papst Pius XII. im Jahr 1950 zum Dogma erhob.

Das Fest Mariä Himmelfahrt verbinde die katholische mit den orthodoxen und altorientalischen Kirchen, teilte das Erzbistum München vor mehreren Jahren mit. Der Festtag der „Entschlafung Mariens“ sei im 5. Jahrhundert in Jerusalem und im 6. Jahrhundert in der ganzen Ostkirche begangen worden.

Mariä Himmelfahrt: Das bedeutet der Kräuter-Brauch

Der Brauch, Kräuter zu weihen, entstand später. Er beruht auf der Legende, wonach die Grabtücher Marias „gleich Balsam und der Blume der Lilien“ geduftet haben sollen. Nach Angaben des Erzbistums werden dafür Heil- und Gewürzpflanzen wie Salbei, Schafgarbe und Majoran, aber auch Getreide gepflückt. Je nach Region gibt es Besonderheiten, etwa eine Königskerze oder eine Rose. Nach der Weihe werden die Kräuterbuschen kopfüber getrocknet und später hinter ein Kreuz gesteckt - als Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen.

Dabei werden vor allem Heil- und Gewürzkräuter verwendet. Die Zahl der Kräuter war früher streng festgelegt - früher waren es bis zu 77 verschiedene Kräuter, in manchen Gegenden Österreichs gar bis zu 99.

Daneben nutzen traditionell viele Menschen aus den katholischen Regionen Bayerns den Feiertag für Einkaufstouren in die protestantisch geprägten fränkischen Großstädte. Dort herrscht gewöhnlich ab dem späten Vormittag in den Einkaufsstraßen dichtes Gedränge; in den Kaufhäusern tummeln sich meist Familien aus der Opferpfalz und Teilen Oberfrankens.

Mariä Himmelfahrt: Was heißt „Mariä“? Und weitere Dinge, die Sie noch nicht wussten

Und was heißt eigentlich „Mariä“? Das dürften die meisten wissen - es ist schlicht eine Form des Genitivs von „Maria“. Das Internet-Wörterbuch wiktionary.org erklärt: „Die Form ist der lateinischen Genitivform Mariae  nachempfunden. Sie wird heute nur in Bezug auf die biblische Maria verwendet und gilt außer bei katholischen Festbezeichnungen wie Mariä Himmelfahrt als veraltet.“

Übrigens 1: Wussten Sie, dass Augsburg die meisten Feiertage in Deutschland hat? Wer im dortigen Stadtgebiet lebt, darf sich über 14 gesetzliche Feiertage im Jahr freuen - so viele wie sonst nirgends in Deutschland. Denn durch das Hohe Friedensfest (8. August) haben die Augsburger einen Feiertag mehr als alle anderen Bewohner des Freistaats. Da in Augsburg mehr Katholiken als Protestanten leben, darf in der Fuggerstadt auch an Mariä Himmelfahrt freigemacht werden.

Übrigens 2: In Österreich ist Mariä Himmelfahrt ein landesweiter Feiertag. Das dürfte interessant für viele Urlauber sein, die in unserem Nachbarland dann plötzlich vor verschlossenen Ladentüren stehen an diesem Dienstag.

lin mit Material von dpa/tmn

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