Ein Hubschrauber der italienischen Bergwacht im Einsatz über dem Monte-Rosa-Massiv an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz.
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Ein Hubschrauber der italienischen Bergwacht im Einsatz über dem Monte-Rosa-Massiv an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz.

Dramatische Details bekannt

Tödlicher Schneesturm in den Alpen: Zwei Frauen sterben trotz Eintreffen der Einsatzkräfte

  • Felix Durach
    VonFelix Durach
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Eine Gruppe von italienischen Bergsteigern ist am Wochenende von einem Schneesturm im Monte-Rosa-Massiv überrascht worden. Für zwei Frauen kam jede Hilfe zu spät.

Wallis - Weil sie bei einer Bergtour am Wochenende in den Walliser Alpen offenbar von schlechtem Wetter überrascht wurden, sind zwei junge Frauen ums Leben gekommen. Die beiden Frauen im Alter von 28 und 29 Jahren waren gemeinsam mit einem 27-jährigen Begleiter zu einer Bergtour auf dem Monte-Rosa-Massiv an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz aufgebrochen. Am Samstag gerieten sie aufgrund des schlechten Wetters unterhalb der 4215 Meter hohen Vincent-Pyramide in Schwierigkeiten.

Italien: Zwei Frauen bei Bergtour in den Alpen erfroren - Wetter erschwerte Einsatz der Bergwacht

Wie die italienische Zeitung La Republica berichtet, waren die drei Alpinisten in einen Schneesturm geraten und verständigten deshalb die zuständige Bergrettung aus dem Aostatal. Da die Gruppe keine genauen Angaben zu ihrem Aufenthaltsort geben konnte, zog sich der Rettungseinsatz in die Länge. Der von der Bergrettung eingesetzte Helikopter konnte die Gruppe schlussendlich zwar lokalisieren, jedoch aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse keine Bergung der drei Personen durchführen.

Erst spät in der Nacht konnten die Bergretter die Gruppe zu Fuß erreichen und den stark unterkühlten Bergsteigern erste Hilfe leisten. Doch die Hilfe kam für die zwei Frauen leider zu spät. Eine Alpinistin starb bereits kurz nach dem Eintreffen der Bergwacht. Die andere konnte von den Bergrettern zwar noch auf eine Hütte geführt werden, verstarb jedoch ebenfalls kurz darauf. Lediglich der 27-Jährige konnte lebend geborgen werden und wurde anschließend unterkühlt und mit Erfrierungen in ein naheliegendes Krankenhaus geflogen. Nach Informationen von La Republica soll es sich bei den zwei Opfern um zwei Italienerinnen aus dem Piemont handeln.

Zwei Frauen bei Bergtour in den Alpen erfroren - trotzt guter Ausrüstung

Nach Angaben der Bergretter waren die Alpinisten gut ausgerüstet und mit geeigneter Kleidung ausgestattet. Jedoch war die Gruppe nicht auf Ausharren bis in die Nacht hinein vorbereitet. Trotz sommerlicher Temperaturen im Tal, lagen die Temperaturen auf 4000 Meter Höhe in der Nacht bei -4 Grad. Zusätzlich wehte ein starker Wind, der die realen Temperaturen noch weiter hat sinken lassen.

Im Monte-Rosa-Massiv, das auf der Grenze zwischen Italien und der Schweiz liegt, befinden sich gleich zwölf Viertausender und mit der 4634 Meter hohen Dufourspitze auch der höchste Berg der Schweiz, sowie des deutschen Sprachraums. (fd)

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