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Dürre legt rund 450 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe in Italien frei

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Von: Julia Schöneseiffen

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Italien Fluss Po und ein Fischer Symbolbild
Fischer hatten eine etwa 450 Kilogramm schwere Fliegerbombe im Flussbett des Pos gefunden. (Symbolbild) © Luca Bruno/dpa

Der italienische Fluss Po führt aufgrund der Trockenheit weniger Wasser als üblich. Im flachen Teil des Flusses entdeckten Fischer daher eine Fliegerbombe.

Mantua – Nicht nur in Deutschland führen Flüsse und Seen wenig Wasser aufgrund der anhaltenden Hitze, sondern auch in Italien. So hat auch der Po in Norditalien einen geringen Wasserstand. Dadurch kommen einige Dinge zum Vorschein, die bislang unentdeckt geblieben sind. Medienberichten zufolge wurde in einem ansonsten überfluteten Teil des Flussbetts eine rund 450 Kilogramm schwere Bombe gefunden. Diese soll von Fischern bereits im Juli nahe der Stadt Mantua gefunden worden sein, so Spiegel.de.

Hitze in Italien: Fliegerbombe in Flussbett entdeckt

Am Sonntag (7. August) wurde die Bombe zunächst entschärft. Wie BBC berichtet, wurden hierfür rund 3000 Anwohner in der Nähe evakuiert. Auch der Luftraum des Gebiets wurde kurzzeitig gesperrt, ebenso wie der Flussverkehr auf der Wasserstraße selbst.

Anschließend transportierte das Bombenkommando die Bombe in den Steinbruch von Ca Fattori in der Gemeinde Medole, wo sie kontrolliert gesprengt wurde. Das berichtet unter anderem die italienische Zeitung Prima Mantova.  

Fliegerbomben in Italien: Armee entschärft Bombe in Bozen

Erst wenige Wochen zuvor musste Mitte Juli eine Fliegerbombe in Bozen entschärft werden. Diese war am 1. Juli auf einer Baustelle im Stadtzentrum gefunden worden. Zur Sicherheit mussten 4400 Bürger ihre Häuser verlassen, wie die italienische Armee mitteilte.

Fliegerbomben in Deutschland: Tausende Tonnen nicht detonierter Bomben

Auch in Deutschland müssen regelmäßig Bomben entschärft werden. Im Zweiten Weltkrieg prasselten zwei Millionen Tonnen Bomben auf Deutschland nieder, so Spektrum.de. Tausende davon stecken als Blindgänger noch immer im Boden. Demnach befinden sich noch immer rund 100.000 Tonnen nicht detonierter Bomben im deutschen Untergrund.

Allein im Jahr 2019 wurden in Nordrhein-Westfalen 2160 Bomben unschädlich gemacht, so das Wissenschaftsmagazin. Erst vergangene Woche wurden im oberbayerischen Geretsried zwei gefundene Fliegerbombe erfolgreich entschärft. Den ersten Blindgänger hatte man am Dienstag (2. August) bei Bauarbeiten gefunden. Nur zwei Tage später folgte auf derselben Baustelle Bombe Nummer zwei. (jsch)

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